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Fockbek : Die Fabrik, die Träume wahr macht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Hobby-Werke in der Fockbeker Harald-Striewski-Straße feiern in dieser Woche ihr 50-jähriges Bestehen. Caravan- und Wohnmobilbranche bundesweit kräftig im Aufwind.

Wer in ganz Europa Wohnwagen und Reisemobile verkaufen will, muss flexibel sein. Die Märkte verlangen nach unterschiedlichen Lösungen. Ein Beispiel: Für die Franzosen ist ein fahrendes Domizil ohne großes Doppelbett undenkbar, in Deutschland zieht man die Variante mit zwei getrennten Betten vor. Die Hobby-Wohnwagen- und Reisemobilwerke in Fockbek und die Tochterfirma Fendt können alle Träume der Kunden erfüllen – und haben mit dieser Strategie seit Jahrzehnten Erfolg. In dieser Woche feiern die von dem Ingenieur Harald Striewski gegründeten Hobby-Werke ihr 50-jähriges Bestehen. Das soll am kommenden Wochenende groß gefeiert werden.

Das Jubiläum fällt in eine Zeit, in der die gesamte Caravan- und Wohnmobilbranche einen regelrechten Boom erlebt. Von Januar bis Dezember 2016 wurden laut „Caravaning Industrie Verband Deutschland 35  000 Wohnmobile und fast 20  000 Wohnwagen neu zugelassen. Wie „Promobil“, das größte Fachblatt der Branche, schreibt, entspricht das einer Steigerung von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt produzierte die Branche 101  000 Freizeitfahrzeuge, davon 57  000 Wohnmobile und 44  000 Wohnwagen, die im In- und Ausland verkauft wurden.

Bei den Wohnwagen ist Hobby in Europa der Marktführer. Gemeinsam mit Fendt liegt der Marktanteil bei 40 Prozent. Bei den Reisemobilen hingegen ist der Fockbeker Hersteller zumindest derzeit noch ein kleiner Player. Doch die Weichen für Veränderungen sind gestellt. Für dieses Jahr plant Hobby, die Jahresproduktion von 1500 auf 2000 Stück zu steigern. Im kommenden Jahr sollen es 3000 Stück sein. Das Unternehmen setzt dabei auf die stark gefragte Kategorie Kastenwagen. Derzeit wird die Produktion des „Vantana“ optimiert. Kastenwagen sind im Vergleich zu Reisemobilen schmaler und niedriger. Ihre Karosserie besteht überwiegend aus Stahl – im Gegensatz zu den Wohnmobilen, bei denen der Aufbau aus Gewichtsgründen überwiegend aus glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellt wird.

Hobby setzt auf Innovationen – und das seit Jahrzehnten. „Wenn es etwas Neues in der Branche gibt, kommt das immer von Hobby“, sagt Unternehmenschef Harald Striewski. Der Fockbeker Hersteller baute als erster Toiletten in seine Wohnwagen ein, entwickelte das Kombi-Rollo mit integriertem Mückenschutz und vernetzte alle technischen Features über ein Bedienpanel. Eines der neuesten Highlights findet sich ab sofort in allen Caravans. Die Hobby-Fahrwerke werden ab Werk mit der automatischen Bremsnachstellung ANS versehen. Dieses System kontrolliert kontinuierlich den Verschleiß der Bremsbeläge und stellt diese bei Bedarf automatisch nach. Dadurch wirkt die Bremskraft laut Hobby an allen Rädern stets gleichmäßig.

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erstellt am 24.Apr.2017 | 12:34 Uhr

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