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Unterirdischer Proben-Komplex : Die ersten Pflöcke sind eingeschlagen

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kulturministerin Spoorendonk überbrachte gestern dem Nordkolleg die Ausbau-Zusage. Für zwei Millionen Euro entsteht ein unterirdischer Komplex von 360 Quadratmetern. Nordkolleg-Chef Guido Froese hofft, dass mit dem Bau im Sommer begonnen wird.

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erstellt am 11.Feb.2014 | 11:10 Uhr

Jetzt ist es offiziell. Kulturministerin Anke Spoorendonk freute sich, ein Signal setzen zu können – für die Region und für das Land. Das Nordkolleg erhält für zwei Millionen Euro einen unterirdischen Komplex mit Probenräumen und Tonstudio (die Landeszeitung berichtete). „Dieser Neubau wird viel dazu beitragen, das Profil des Nordkollegs als Landesmusikakademie zu stärken“, erklärte die Ministerin gestern beim Besuch der Bildungseinrichtung. Anlass war die 30. Jahrestagung des „Arbeitskreises der Musikbildungsstätten in Deutschland“, dem das Nordkolleg angehört. Es ist zwar – noch – keine Landesmusikadademie, aber nimmt deren Aufgaben wahr.

Die ersten Pflöcke für die Zukunft sind auch bereits buchstäblich eingeschlagen: Etliche Pfähle markieren auf dem Gelände am Gerhardshain, wo der 360-Quadratmeter-Komplex angelegt wird. Damit die Gelder dafür fließen, haben Ministerium und Nordkolleg in den letzten Monaten des vergangenen Jahres „Gas gegeben“, so Nordkolleg-Chef Guido Froese. Denn es hatte sich überraschend ergeben, dass Landesmittel frei geworden waren. Bis zum 31. Dezember 2013 mussten alle Anträge bewilligt sein. Ganz bewusst habe das Land entschieden, dieses Geld in das Nordkolleg zu investieren, erklärte Ministerin Spoorendonk, um deutlich zu machen, „dass wir hier ein Zentrum im Fachbereich Musik haben.“

Zustimmung gab es auch von der Gesellschafter-Versammlung des Nordkollegs. In dieser Runde ist der Kreis Rendsburg-Eckernförde als größter Anteilseigner mit mehreren Politikern vertreten, die Stadt Rendsburg unter anderem durch Bürgermeister Gilgenast. Aber auch die zahlreichen kleinen der insgesamt 26 Anteilseigner sagten „Ja“. Diese breite Trägerschaft ist laut Spoorendonk einmalig in Deutschland. Selbst die Musikhochschule Lübeck tritt nicht als Konkurrent, sondern als Partner auf (1500 Euro Anteil). Sie stimmte zu. Keine Selbstverständlichkeit, so Guido Froese.

500 000 Euro muss das Nordkolleg nun aufbringen. Dafür werden Angebote bei Kreditinstituten eingeholt. Die übrigen 150 000 Euro werden je zur Hälfte vom Land und vom Zukunftsprogramm Wirtschaft (gefördert durch die EU) finanziert. Die Pläne des Rendsburger Architekturbüros Andreas Denker sind fertig, eine Bauvoranfrage positiv entschieden. Nun gilt es, die Baugenehmigung zu beantragen, damit im Sommer der erste Spatenstich erfolgen kann.

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