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Basketball : Die erste Chance nicht genutzt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

U16-Basketballer der Baltic Sea Lions verpassen Bundesliga-Qualifikation in Herderschule / Am Wochenende folgt der zweite Versuch

Eine intensive Vorbereitung, dazu der Heimvorteil – mit großer Zuversicht gingen die U16-Basketballer der Baltic Sea Lions (Ostsee-Löwen) am Wochenende in die Qualifikation für die Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL). Am Ende mussten die Gastgeber hinter Lübeck Lynx, die alle vier Spiele gewannen, und dem Bramfelder SV aber mit Rang 3 vorlieb nehmen. Zwei Siegen standen zwei Niederlagen gegenüber – zu wenig, um sich direkt zu qualifizieren. Mit dem dritten Platz eröffnet sich den Ostsee-Löwen am kommenden Wochenende immerhin die nächste Chance für den Sprung in die höchste Spielklasse. Bei einem weiteren Qualifikationsturnier reicht dann ein dritter Platz unter vier Teams. „Das werden wir uns nicht entgehen lassen“, gibt sich Trainerin Antje Mevius kämpferisch. Den direkten Aufstieg haben die Ostsee-Löwen mit einer sehr unglücklichen 59:60-Niederlage nach Verlängerung gegen Bramfeld verspielt. Mevius: „Das war bei uns der Knackpunkt im Turnier. Davon haben wir uns besonders im Spiel gegen Lübeck nicht erholt. Dennoch hat die Mannschaft im Turnier in Abwehr und Angriff eine gute Leistung gezeigt.“

Baltic Sea Lions – Bramfelder SV 59:60 n.V. (11:11/24:23/42:35/52:52)
Bitteer hätte das Turnier für die Gastgeber nicht beginnen können. Lange Zeit sahen die Ostsee-Löwen wie die Sieger aus, mussten sich nach der vierminütigen Verlängerung aber knapp geschlagen geben. Beide Teams schenkten sich in der temporeichen Partie nichts. Die Mevius-Schützlinge taten sich zunächst schwer, weil die Mannschaft eine gewisse Nervösität nicht ablegen konnte. Dennoch gelang es Bramfeld nicht, sich abzusetzen. „Wir haben gut gespielt und hätten zur Pause deutlicher führen müssen. Wir haben aber Würfe aus guter Position verschenkt“, berichtete Mevius. Im dritten Viertel setzte sich die Gastgeber dann aber deutlicher ab. Vor allem das Duo Gbenga Hansen und Vincent Dubbeldam hatte großen Anteil an der zwischenzeitlichen 38:27-Führung (21.). Noch vor dem Schlussviertel betrug der Vorsprung sieben Punkte. Mit zunehmender Spielzeit aber wurde die Foulliste der Ostsee-Löwen immer länger. Jakob Weczerek und Jonas Haller schieden vorzeitig aus, Tim Schlegel, Gbenga Hansen und Tom Skorsch konnten nur noch bedingt eingesetzt werden. Mevius musste viel wechseln, so dass der Spielfluss verloren ging. Bramfeld holte Punkt um Punkt auf, schaffte die Verlängerung und ging schließlich als glücklicher Sieger vom Parkett.
Baltic Sea Lions: Schlegel (2), Abdulaev (2), Weczerek, Mohr, Haller (5), Hansen (21), Dubbeldam (22), Greve (2), Skorsch (3), Okori (2), Dinger, Zernitz.
Lübeck Lynx – Baltic Sea Lions 62:42 (12:15/29:28/43:38)
Gegen den Landesrivalen aus der Marzipanstadt gab es eine überraschende Niederlage. „Gegen Lübeck haben wir in den letzten Jahren nie verloren“, konnte Mevius das Ergebnis gar nicht so recht fassen. Es zeigte sich schnell, dass das Spiel gegen Bramfeld zuvor zu viel Kraft gekostet hatte. Die Ostsee-Löwen mussten nach einer eineinhalbstündigen Pause ihre zweite Begegnung bestreiten, für die Lübecker war es die Auftaktpartie. Bis zum 40:45 (27.) hielten die Gastgeber noch gut mit. Dann aber konnten die Lübecker sich entscheidend absetzen. Mevius: „Bei unseren Würfen schien der Korb vernagelt. Lübeck hingegen traf fast alles. Bei uns war der Akku einfach leer, die Beine wurden immer schwerer.“ Negativ machte sich auch bemerkbar, dass Tom Skorsch und Abdullah Abdulaev mit jeweils vier Foulspielen vorzeitig ausscheiden mussten.

Baltic Sea Lions: Schlegel (2), Abdulaev, Weczerek (2), Mohr, Haller (2), Hansen (10), Dubbeldam (17), Greve (2), Skorsch (7), Okori, Dinger, Zernitz.

Baltic Sea Lions – BLZ Berlin 64:24 (9:8/30:12/38:24)
Für Mevius war es wichtig, sich den Frust der beiden Niederlagen vom Sonnabend aus den Köpfen zu spielen. „Das ist uns gelungen. Wir haben mit diesem Sieg auch einiges für unser Selbstvertrauen getan“, war die Trainerin mit dem Auftritt ihrer Mannschaft zufrieden. Auch die Vorgabe, einen möglichst klaren Sieg im Hinblick auf den weiteren Turnierverlauf zu landen, hat die Mannschaft gut umgesetzt. Nach dem ersten Viertel waren die Löwen nicht mehr zu bremsen. Fast gierig zerlegten sie ihren Gegner. Das Schlussviertel wurde mit 26:0 (!) gewonnen. Dreh- und Angelpunkt des Spiels war Mannschaftskapitän Gbenga Hansen. Mit guten Zuspielen brachte er seine Mitspieler immer wieder in gute Wurfposition und war auch selbst treffsicher im Abschluss. Grundlage des Sieges war jedoch die starke Ganzfeldverteidigung. „Damit hatten die Berliner doch Probleme“, ging nach den Worten von Mevius die taktische Vorgabe voll auf.

Baltic Sea Lions: Schlegel (3), Abdulaev, Weczerek (3), Mohr (2), Haller (2), Hansen (19), Dubbeldam (9), Greve (14), Skorsch (9), Okori, Dinger (3), Zernitz.

Eagles Academy Itzehoe – Baltic Sea Lions 19:83 (0:24/6:48/13:66)
Das war eine klare Angelegenheit für die Ostsee-Löwen. Sie haben es in jeder Phase des Spiels verstanden, ihre körperliche, athletische und spielerische Überlegenheit durch zu bringen. Erneut überzeugte das Team mit einer Ganzfeldverteidigung, die Mevius jedoch nur in den ersten beiden Vierteln spielen ließ. Dabei nutzte Mevius die Partie, um allen Akteuren Spielanteile einzuräumen. „Für uns war es auch wichtig, das Turnier mit einem Sieg zu beenden und somit ein gutes Gefühl mitnehmen“, sagte die Trainerin.

Baltic Sea Lions: Schlegel (4), Mohr (6), Haller (2), Hansen (7), Dubbeldam (20), Greve (13), Skorsch (4), Okori (8), Dinger (2), Zernitz (2), Mossi (15).

 

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