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Handball-Oberliga : Die Entwicklung stimmt, die Ergebnisse nicht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In Ellerbek schrammt die HSG Eider Harde knapp an einem Sieg vorbei.

Ellerbek ist immer eine Reise wert. Was wahrscheinlich in keinem Reiseführer der Welt geschrieben steht, gilt für die Männer der HSG Eider Harde umso mehr. Hier holten sie vor mehr als zwei Jahren ihren letzten Auswärtssieg in der Handball-Oberliga und auch am Sonnabend zeigte der designierte Absteiger eine sehr couragierte Leistung beim Tabellenvierten TSV. Für die mitgereisten Fans war es das vielleicht beste Auswärtsspiel der Saison, selbst wenn ihre Mannschaft letztlich mit 25:29 (12:16) unterlag. „Ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Wir haben diesmal über 55 Minuten viele richtige Entscheidungen getroffen. Leider haben uns einige Fehler einen möglichen Sieg gekostet“, analysierte Trainer Christian Voß.

Als er kurz vor Schluss beim Stand von 22:24 seinen Spielern in einer Auszeit zurief, dass sie erhobenen Hauptes die Halle verlassen können – egal, wie die Partie endet – war das wirklich so gemeint. Nebeneffekt seiner Ansprache: Voß wollte seinen Männern den Druck des „Gewinnen-Müssens“ nehmen, sie sollten weiter befreit aufspielen. Fast hätte der Schachzug geklappt. Die HSG kratzte beim Stand von 25:26 an einem Auswärtssieg. Der TSV hatte jedoch die größeren Möglichkeiten auf der Bank sitzen, wechselte mit Shooter Christopher Behre letztlich den Sieg ein. Die Eider-Handballer beendeten dagegen mit nur acht einsatzfähigen Spielern die Partie. Für Jannek Brown war schon nach neun Minuten mit einer blutigen Platzwunde am Hinterkopf Feierabend. Lorenz Plöhn folgte seinem Teamkameraden kurze Zeit später mit einem dicken Zeigefinger auf die Bank. Beide konnten nur noch zuschauen, wie sich ihre Kollegen bemühten, die drohende Niederlage in Grenzen zu halten.

Zwischenzeitlich führten die Hausherren schon mit sechs Toren Unterschied. Doch die HSG gab sich nicht auf. Der angesichts Ellerbeker Verhältnisse vergleichsweise kleingewachsene Eider-Rückraum mit Jannik Oettershagen, Jörg Gosch und Steffen Oeltjen wartete geduldig auf seine Chance, spielte gut mit Kreisläufer Sven Bendixen zusammen. Alles überragend: Keeper Simon Treziak, der seinen Vorderleuten mit unzähligen Paraden half, bis zum Schlusspfiff auf Tuchfühlung zu den Gastgebern zu bleiben. Zu zwei Punkten reichte es trotzdem nicht.

HSG Eider Harde: Dobratz (1.-15.), Treziak (15.-60.), Walter (60.) – Brown, Oettershagen (4/2), Behmer (1), Gosch (5/1), Plöhn (2), Oeltjen (7), Hell (2), Bendixen (3), Petersen, Reinsch (1).

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