Reaktionen : Die Bürgermeister beider Städte streben bessere Kooperation an

Jürgen Hein
1 von 2
Jürgen Hein

Pierre Gilgenast und Jürgen Hein zu den Forderungen des Unternehmensverbandes Mittelholstein.

Avatar_shz von
29. Juli 2014, 15:18 Uhr

Nur noch ein Rathaus für die beiden Städte am Kanal: Das Echo der betroffenen Bürgermeister auf die Forderungen des Unternehmensverbandes Mittelholstein fällt gemischt aus. Der Büdelsdorfer Bürgermeister Jürgen Hein nennt die Sicht des UVM „nicht neu“, sie sei jedoch „nachvollziehbar und in einigen Backoffice-Bereichen der Verwaltung auch sinnvoll“, so das Oberhaupt der 14 Jahre alten Stadt. Überall, wo nach vorgeschriebenen Standards einheitlich gearbeitet werde, gelte es mögliche Synergien zu prüfen. Allerdings, so der Büdelsdorfer einschränkend, dürfe dies nicht zu einer Arbeitsverdichtung führen. „Monetäre Synergien zu Lasten der Mitarbeiter – das darf nicht dabei herauskommen.“ Eine Zusammenlegung der Haushalte, auch um der hoch verschuldeten Stadt Rendsburg zu helfen, lehnte Hein ab. „Da hat der kommunale Finanzausgleich doch reagiert“, Rendsburg werde jetzt deutlich besser gestellt als vorher, so Hein.

Auch Bürgermeister Pierre Gilgenast signalisierte auf LZ-Anfrage Gesprächsbereitschaft, was die Konzentration einzelner Bereiche in den Rathäusern angeht. Mehr noch: Man habe mit Büdelsdorf für die zweite Jahreshälfte bereits Gespräche über eine verbesserte Kooperation vereinbart. „Es gibt Momente, die passen, und dies ist ein solcher Moment“, sagte der Rendsburger Rathauschef. Seit Jahren arbeite man mit dem Nachbarn jenseits der Obereider vertrauensvoll zusammen. Zudem wende sich die wirtschaftliche Lage seiner Stadt trotz der hohen Schulden allmählich zum Besseren. „Das sind zwei richtig gute Grundlagen, die Gespräche aufzunehmen.“ Rendsburg und Büdelsdorf könnten dabei Vorbild für den gesamten GEP-Raum sein. Als Beispiele nannte Gilgenast Aufgabengebiete wie Steuern und Vollstreckung. Auch das Passwesen könne möglicherweise städteübergreifend arbeiten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert