zur Navigation springen
Landeszeitung

17. Dezember 2017 | 22:58 Uhr

Die Brücke wechselt die Stadtgrenzen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Einrichtung kauft das Grundstück „Alte Jugendherberge Rotenhof“ und verlegt ihren Verwaltungssitz von Büdelsdorf nach Rendsburg

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Die Arbeiten sind bereits in vollem Gange. Die Brücke Rendsburg-Eckernförde zieht um. Die Sozialeinrichtung verlegt ihren Verwaltungssitz von Büdelsdorf nach Rendsburg und bündelt diverse Angebote bald in der „Alten Jugendherberge Rotenhof“, die derzeit grundlegend saniert wird. Am Mittwoch wurde der Vertrag mit der Stadt unterzeichnet, die der Brücke das Grundstück am Rotenhöfer Weg 48 verkauft. Über die Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Brücke-Geschäftsführer Andreas Straub bestätigte: „Wir werden dort ein ambulantes Zentrum errichten.“

Insgesamt steckt die Brücke rund 2,2 Millionen Euro in die Sanierung des altehrwürdigen Backsteingebäudes, das im Jahr 1695 als Gasthof errichtet, 1899 durch einen Anbau erweitert und 1980 zur Jugendherberge umgebaut wurde. Seit 2010 war die Brücke bereits Pächter des Gebäudes, beschäftigte dort unter anderem Ein-Euro-Jobber in so genannten SGB II-Maßnahmen. Diese werden an ihrem neuen Standort im Werkhof in Büdelsdorf (An den Reesenbetten) bleiben.

Seit September dieses Jahres sind nun schon die Handwerker dabei, das Haus nach den Vorstellungen der Brücke zu entkernen und umzugestalten. Ein Blick genügt, um zu erkennen, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt. Doch läuft alles nach Plan, sollen die ersten Brücke-Mitarbeiter bereits Ende April/Anfang Mai 2014 ihr neues Domizil beziehen können. „Wir werden so umziehen, wie es der Baufortschritt erlaubt“, erklärte Straub, der sich gestern gemeinsam mit einigen Brücke-Mitarbeitern von einem Bauingenieur des Architekturbüros Schneekloth aus Lütjenburg diesen Fortschritt präsentieren ließ.

Durch den Umzug spart die Brücke jene Miete, die sie bisher für den Verwaltungssitz in Büdelsdorf (Am Friedrichsbrunnen) an die ACO-Gruppe zahlen musste. „Außerdem finden wir in der Gegend rund um die Jugendherberge Rotenhof vor allem in sozialer Hinsicht eine tolle Infrastruktur vor. Auch eigene Einrichtungen befinden sich in der Nähe, sodass sich hoffentlich nicht nur die Wege, sondern auch die Kommunikationswege verkürzen werden“, erklärte Straub.

Insgesamt werden auf etwas mehr als 1400 Quadratmetern Netto-Grundfläche 79 Büro-Arbeitsplätze eingerichtet, rund 80 bis 90 Beschäftigte werden diese nutzen. Der älteste Gebäudeteil zum Rotenhöfer Weg beherbergt dann in Räumen mit einer Gesamtfläche von 110 Quadratmetern eine Begegnungsstätte. In dem Anbau zur Ahlmannstraße hin werden unter anderem ambulante Pflegeteams, der Bereich KIBIS (Kontakte, Information, Beratung im Selbsthilfebereich) sowie der Verwaltungsbereich unterkommen. Dafür wird in diesem Gebäudeteil auch das Dachgeschoss ausgebaut. Durch große Fenster und größtenteils auch Glastüren soll im Inneren für viel Helligkeit gesorgt werden. Im Großen und Ganzen solle, so Straub, der Charakter des Gebäudes aber erhalten bleiben. Der Bau-Ingenieur machte die Mitarbeiterinnen der Brücke gestern schon einmal mit ihren zukünftigen Arbeitsräumen bekannt und erhöhte schon einmal die Vorfreude: „Wir haben uns während der Arbeiten schon in der Nachbarschaft umgehört. Alle freuen sich darauf, dass schluss ist mit dem Schandfleck und dass das Gebäude wiederbelebt wird. Das wird auch den ganzen Stadtteil beleben.“

www.bruecke.org

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen