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Bidla Buh : Die besten Musik-Komödianten der Republik

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Spritzige live-Musik der feinsten Art, voller Witz und Humor von Könnern gemacht, gab es in der Rendsburger „Schauburg“.

Spritzige live-Musik der feinsten Art, voller Witz und Humor von Könnern gemacht, in einem Konzertsaal, wie man ihn sich kaum besser wünschen könnte: mit Luxus-Sesseln, erhöhten Sitzreihen von vorn nach hinten. Von allen Plätzen beste Sicht auf die Bühne und eine genau berechnete Akustik. An diesem Abend blieb der blaue Vorhang in der Schauburg zu. Dafür gab es vor ihm eine Vorstellung der besonderen Art. Alles echt, in 3-D, Farbe und zum Mitmachen: „Bidla Buh“ machten Station in Rendsburg.

Fünf Mal waren sie hier schon aufgetreten. Das sechste Mal mit „Sekt, Frack und Rock’n Roll“. Olaf Klindworth (Gitarren), Hans Torge Bollert (Multi-Instrumentalist, Bläser, Sänger) und Jan-Frederik Behrend (Schlagzeug, Percussion) benennen sich nach einem Titel des Klavier-Kabarettisten Georg Kreisler. „Bidla Buh“ bedeutet aber auch „knackige Jungs“, wie Torge Bollert erklärte. Ihn machte seine Rendsburger Gesangslehrerin Erika Orth auf die Musik der 20er Jahre aufmerksam – was sein Leben nachhaltig veränderte. „Bidla Buh“ gehört zu den berühmten und besten Musik-Komödianten der Republik.

Vielfalt, Fantasie, Humor und großes Können zeichnet das Trio aus. Abwechslungsreich mit Witz und Fantasie traktieren sie ihre Instrumente, starteten einen Großangriff auf die Lachmuskeln des Publikums. Alles fein dosiert, kein Klamauk. Immer wieder bedienten sie sich hemmungslos und wertfrei an einem reichhaltigen Musikschatz: Volksmusik, Oper bis Rock’n Roll. „Bidla Buh“ sind drei Erzmusikanten mit großem komödiantischen Talent, die ganz viel von Musik und Menschen verstehen. Sie nahmen alle mit auf eine Vergnügungsreise ins Erinnerungs- und Mitmach-Land. Dabei war auch die Vegetarier-Hymne „Adios Vegetarios“: „Wir wollen Schinken und Speck und keinen Salat“, sie zitierten perfekt aus dem Rodriguez Gitarrenkonzert, bedienten sich hemmungslos beim Musikantenstadl, Rock’n Roll und Pop; sprangen zwischen allen Stilen von Jazz bis Klassik und Unterhaltungsmusik hin -und her.

Richtig Musik machen, ganze Stücke ohne Comedy, können die drei auch – wie in Piazzollas „Libertango“ in einer lebendigen Fassung mit Cajun, Gitarre, Akkordeon und Gesang. „Bidla Buh“ blühte – wie das Publikum auch – bei Schätzen aus den 20er Jahren auf. Udo Jürgens‘ „Aber bitte mit Sahne“ passte in ihrer Fassung bestens.

Mit Torge Bollert am kleinsten Flügel der Welt („Elisabeth“ aus dem Klavierheim) und zum Schluss dem gemeinsam gesungenen und gefühlten „Der Mond ist aufgegangen“ endete ein grandioser Abend im Kino. „Echt genial. Wunderbar!“


> Weiterer Auftritt von „Bidla Buh“ im Norden: am Sonntag, 15. November, ab 18 Uhr auf der Schleswiger Schlossinsel. Karten gibt es im Ticketcenter der Landeszeitung für 19,50 Euro (Abonnenten zahlen 15 Euro).

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