41 Chöre in der Stadt : Die Aufregung als Ansporn

Mit der Volksweise „Un poquito cantas“ begann der Auftritt des HeLa-Jugendchores, dirigiert von Hella Mahrt.
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Mit der Volksweise „Un poquito cantas“ begann der Auftritt des HeLa-Jugendchores, dirigiert von Hella Mahrt.

Beim 9. Landeswettbewerb wurde Rendsburg zum Mekka des Chorgesangs. 800 Mitwirkende aus zwei Ländern waren dabei. Der einzige Gastgeber- Chor kam vom Helene-Lange-Gymnasium.

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11. November 2013, 06:00 Uhr

30 Chöre aus Schleswig-Holstein, elf aus Hamburg: 800 Sänger machten Rendsburg zum Mekka des Chorgesangs im Norden. Beim 9. Landeschorwettbewerb stellten sie sich im Hohen Arsenal und in der Aula der Herderschule einer Fachjury.

Der Jugendchor des Helene-Lange-Gymnasiums begann seinen Auftritt in der Herderschule mit der Volksweise „Un poquito cantas“. Das Publikum applaudierte kräftig. „Man ist schon ein wenig aufgeregt, wenn man in das Publikum schaut und die erwartungsvollen Gesichter sieht“, stellte Saskia Wulf aus Bovenau nach ihrem Auftritt fest. „Aber die Aufregung ist gut. Ich strenge mich dann noch mehr an.“ Antonia Kleeberg aus Fockbek hilft es, mit vielen anderen zusammen aufzutreten. „Als Solistin würde ich mich nicht so ohne Weiteres auf die Bühne trauen.

Den Jugendchor des Helene-Lange-Gymnasiums, bestehend aus Unterstufen-, Pop- und Kammerchor, haben die Leiterinnen Hella Mahrt und Alexandra Schulz extra für den Wettbewerb zusammen gestellt. „Und seit drei Wochen haben wir immer wieder Sonderproben eingefügt“, sagte Mahrt. Allerdings habe das Chorsingen in der Schule inzwischen einen schweren Stand. Stunden zu bekommen werde immer schwieriger. „Der Leistungsdruck ist seit der Einführung von G8 so gestiegen, dass bei vielen keine Zeit mehr für das Singen bleibt“, stellte Alexandra Schulz fest. Mahrt bedauerte, dass daher nur eine Rendsburger Schule an dem Landeschorwettbewerb teilnahm. „Dabei geht es doch um die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen.“

Der Kammerchor „Hamburgvokal“ gab auch ein Konzert im Einkaufszentrum Rondo in Büdelsdorf. Die Sängerin Vivien Krauß begrüßte die Möglichkeit, dadurch Menschen zu erreichen, die sonst nicht in ein Konzert gehen. „Chorsänger und Publikum waren begeistert.“

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