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Die Aktiv-Region rückt Vereinen und Firmen näher

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mitgliederversammlung stimmt Entwicklungsstrategie zu / Private Projektträger werden gefördert

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 13:52 Uhr

Die Mitgliederversammlung der Aktiv-Region Eider-Treene-Sorge hat der neuen Integrierten Entwicklungsstrategie zugestimmt. Die war als Grundlage für die Arbeit bis 2023 erarbeitet worden. Mit der Strategie hat der Vorstand auch Empfehlungen über die Förderbedingungen gegeben. Die Region setzt unter anderem auf nachhaltigen Natur- und Kulturtourismus.

Sabine Müller von der Eider-Treene-Sorge GmbH präsentierte den Mitgliedern den Entwurf der Strategie. Sie dient als Bewerbungsunterlage für die erneute Anerkennung als Aktiv-Region. Wird die durch das Land erteilt, stehen der Region in den Jahren 2015 bis 2023 etwa 2,86 Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung. Marianne Budach aus dem Geschäftsführenden Vorstand ist mit dem Ergebnis des mehr als 70 Seiten starken Papiers zufrieden. „Damit haben wir eine wirklich gute Grundlage, um die Region weiterzuentwickeln.“

Zu den landesweiten Schwerpunkten – Klimawandel und Energie, Nachhaltige Daseinsvorsorge, Wachstum und Innovation sowie Bildung – hat die Aktiv-Region gemeinsam mit mehr als 300 Akteuren ein regionales Profil ausgearbeitet. Akzente setzt die Region etwa beim Schwerpunkt Innovation und Wachstum. Hier will die Region mit den drei Flüssen im Namen als Markenzeichen punkten: den nachhaltigen Natur- und Kulturtourismus. Beispiele wie die touristische Vermarktung des Kanugebiets Eider-Treene-Sorge zeigen, dass auf Erfahrungen aus der vergangenen Förderperiode aufgebaut wird. Auch die touristischen Imagefilme zum Thema „Mein Lieblingsplatz in der Flusslandschaft“, die im Oktober publiziert werden, werden als wegweisend bezeichnet. Ein weiterer Fokus liegt auf innovativen Dienstleistungen und Produkten. Regionalmanagerin Sabine Müller wies auf die besondere Bedeutung dieses Themas hin: „Damit sprechen wir diejenigen an, die unsere Region voranbringen – die privaten Projektträger.“

Diese sollen in der neuen Förderperiode in zwei Gruppen unterteilt werden: zum einen die Träger mit öffentlichem Interesse, beispielsweise Vereine und Verbände. Für sie gilt dieselbe maximale Förderquote wie für öffentliche Träger, nämlich 60 Prozent der Nettokosten. Für Kooperationen zwischen Aktiv-Regionen sind sogar weitere zehn Prozent an Mitteln möglich. Private, gewinnorientierte Projekte können mit 30 Prozent der Nettokosten unterstützt werden. Weil die EU für private Projektträger generell eine Kofinanzierung mit öffentlichen Mitteln fordert, soll ein Regionalfonds eingerichtet werden. In diesen zahlen die kommunalen Partner der Aktiv-Region jährlich insgesamt 20 000 Euro ein. Die Summe wird vom Land noch einmal verdoppelt und bildet dann die öffentliche Kofinanzierung.

Im Schwerpunkt Nachhaltige Daseinsvorsorge will die Aktiv-Region einen Umsetzungswettbewerb ausschreiben, an dem alle öffentlichen Projektträger teilnehmen können. Von den Bewerbern sollen die fünf besten Konzepte jeweils 125 000 Euro an Fördermitteln aus dem Grundbudget für Umsetzungsmaßnahmen erhalten. Die Mindestinvestition muss 250 000 Euro betragen. Mit dem Wettbewerb soll ein Anreiz für Kommunen geschaffen, sich konkrete Gedanken um zukunftsfähige Lösungen zu machen. Hauke Klünder, der die ländliche Region als Projektentwickler betreut, weiß: „Daseinsvorsorge ist das Thema in jedem Dorf, das hat uns der Beteiligungsprozess der vergangenen Monate noch einmal deutlich vor Augen geführt.“ Ob Ärztemangel, Mobilität oder die Auswirkungen des demografischen Wandels, auf diesem Gebiet gebe es mehr als genug zu tun, so Klünder.

Erst wenn die Anerkennung als Aktiv-Region erfolgt ist und die erste Vorstandssitzung stattfindet, wird mit den Projekten begonnen. Bis zum 30. September können sich die 22 Aktiv-Regionen des Landes mit einer Entwicklungsstrategie beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume bewerben.

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