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Landeszeitung

16. Dezember 2017 | 01:25 Uhr

Kropp : Dialog mit Bildern

vom

Mario Enke zeigt Malerei & Keramik als symbiotisches Werk im Diakoniewerk

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 08:28 Uhr

Kropp | "Bilder kommunizieren mit uns, sie eröffnen Dialoge, ich freue mich auf den Dialog mit ihren Werken." Mit diesen Worten eröffnet Pastor Jörn Engler die Ausstellung von Mario Enke in der Verwaltung der Stiftung Diakoniewerk Kropp. Der 1948 in Gera geborene Enke, der heute eine Galerie in Lindaunis an der Schlei besitzt, machte seinerzeit in der DDR zunächst eine Ausbildung zum Töpfer, bevor er sich autodidaktisch in die Malerei einarbeitete.

"Alles das hier ist aus meinen Erlebnissen entstanden", erzählt der Künstler, dreht sich im Kreis und macht dabei eine ausladende Handbewegung, die all seine Bilder und Tongefäße mit einschließen soll. Sowohl in der Malerei als auch in der Keramik verwendet er eigene Techniken.

Seine intensive Auseinandersetzung mit Werken der Malerei ist spürbar. Die großen Vorbilder Lionel Feininger, Paul Klee, Hermann Glöckner verleugnet er nicht. Aber auch sein verstorbener Vater Herbert Enke, damals ein in der DDR bekannter Künstler, bleibt nicht ohne Einfluss.

"Ein Künstler ist ein Medium, auf den Einflüsse einstürzen. Wie ein Transformator macht er diese für den Betrachter sichtbar und nachvollziehbar", sagt Mario Enke. "Manche Bilder malen sich von selber, ich bin nur das Handwerkszeug."

So gestaltet der Künstler aus geometrischen Gebilden (Öl auf Papier, auf Karton) fröhliche Artistenwelten und Zirkusszenen, aber auch tiefsinnige Werke, die er "Zwischenwelt" oder "Befragung II" nennt. "Die Symbole des Unendlichen, Kreis und Kugel, werden in meinen Werken zu verbindenden Elementen zwischen Fläche und Körper, zwischen Malerei und keramischer Plastik", erklärt Enke.

Eine wichtige Inspirationsquelle sind für ihn nach wie vor Ikonen, wie sie in der orthodoxen Kirche vorkommen. "Diese sind oft mit Goldmalerei gearbeitet und bringen deshalb eine völlig andere Perspektive des Sehens", erklärt der Künstler.

Die Ausstellung ist noch bis Ende August, während der Öffnungszeiten im Verwaltungsgebäudes der Stiftung Diakoniewerk Kropp zu sehen.

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