Handball-Oberliga : DHK Flensborg zwei Klassen besser als Eider Harde

HSG-Trainer Christian Voß konnte sich nicht mit einem Erfolgserlebnis verabschieden.
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HSG-Trainer Christian Voß konnte sich nicht mit einem Erfolgserlebnis verabschieden.

Die HSG verliert beim neuen Meister mit 19:37. Trainer Christian Voß ist mit der Angriffsleistung nicht einverstanden.

shz.de von
04. Mai 2015, 06:00 Uhr

Seine Jungs konnten ihm den Abschiedswunsch nicht erfüllen. Eigentlich wollte Christian Voß, scheidender Trainer der HSG Eider Harde, bei seinem letzten Spiel für die Spielgemeinschaft „nicht komplett aus der Halle geschossen werden“. Das wurde nichts. Die Gastgeber des DHK Flensborg spielten wie aus einem Guss – berauscht vom Ausblick, mit einem Sieg über den bereits feststehenden Absteiger die Meisterschaft in der Handball-Oberliga feiern zu können. Mit 37:19 (17:8) fegte der übermächtige DHK die phasenweise bemitleidenswerten Gäste aus der Halle.

Zwischenstände wie 5:17, 13:29 und 17:33 zeugen von der Dominanz des neuen Titelträgers. An diesem Tag war der Aufsteiger in die 3. Liga genau diese zwei Klassen besser als der neue Schleswig-Holstein-Ligist. Christian Voß war schon während der Partie einigermaßen angefressen. Vor allem mit der Angriffsleistung war er nicht einverstanden: „Natürlich war klar, dass wir hier keine Chance haben werden, aber mich ärgert es doch ein wenig, dass wir in der Offensive so unkonstant agiert haben. Das haben wir in den vergangenen Partien besser gelöst“, berichtete Voß, dessen Spieler sich offensichtlich von der Kulisse in den Idreatshallen beeindrucken ließen. Geschätzte 800 Fans feuerten den neuen Meister an.

Bei allem Ärger zeigte Christian Voß aber auch Verständnis für sein Team, das ohne Lorenz Plöhn und Sven Bendixen auskommen musste. Zum einen war da die individuelle Stärke der Flensburger, zum anderen die Unerfahrenheit der Eider-Handballer: Da könne es schon passieren, dass man unter die Räder komme. Teilweise spielte die HSG mit Jannek Brown, Jannik Oettershagen und Philip Meyer im Rückraum sowie Finn Ketelsen am Kreis: zwei Noch-A-Jugendliche und zwei Spieler in ihrer ersten Männer-Saison. „Der DHK ist nicht ohne Grund Meister geworden. Die Mannschaft hat mit der Klasse in der Oberliga nichts zu suchen gehabt“, so Voß. Für den Trainer war es die vorerst letzte Zusammenkunft mit seinen Spielern. Voß hört auf, legt eine Handballpause ein. In der nächsten Woche übernimmt Thomas Carstensen die HSG Eider Harde. Er steht für einen Neuanfang in der SH-Liga.

HSG Eider Harde: Treziak, Dobratz – Brown (4), Oettershagen (1), Behmer (3), Gosch (2/1), Ketelsen (1), Oeltjen (3), Hell (1), Meyer (1), Reinsch (2), Petersen (1).

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