Rendsburg-Eckernförde : Deutliches Votum für Wadephul

Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Dr. Johann Wadephul (Mitte) und seine Stellvertreter Sabine Mues, Beate Nielsen, Hans-Hinrich Neve und Felix Siegmon (von links).  Fotos: Becker
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Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Dr. Johann Wadephul (Mitte) und seine Stellvertreter Sabine Mues, Beate Nielsen, Hans-Hinrich Neve und Felix Siegmon (von links). Fotos: Becker

CDU-Kreisparteitag bestätigt Vorsitzenden mit 98 Prozent der Stimmen / „Politischer Mut“ beim Projekt „Rendsburger Ring“ gefordert

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16. Dezember 2018, 17:06 Uhr

Mit 98 Prozent der Stimmen wurde Dr. Johann Wadephul für zwei weitere Jahre zum Vorsitzender der CDU Rendsburg-Eckernförde gewählt. Beim Kreisparteitag in im „Conventgarten“ in Rendsburg stimmten am Sonnabend 138 der 141 anwesenden Mitglieder für den 55-Jährigen. Es gab eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen. Der Bundestagsabgeordnete aus Molfsee steht seit 2006 an der Spitze der Kreis-CDU. Zu Stellvertretern wurden Sabine Mues aus Noer, Beate Nielsen aus Schacht-Audorf, der Landtagsabgeordnete Hans-Hinrich Neve aus Stafstedt und Felix Siegmon, Kreisvorsitzender der Jungen Union, gewählt. Hendrik Söhler von Bargen aus Eckernförde wurde zum neuen Schatzmeister gewählt. Er übernimmt das Amt von Dr. Juliane Rumpf aus Sehestedt. Das neu geschaffene Amt des Mitgliederbeauftragten übernimmt Lucas Bremer aus Eckernförde.
In seiner Rede hob Wadephul zuvor die Erfolge der CDU bei den vergangenen Wahlen hervor. Bei der Kommunalwahl im Mai sicherte sich die Partei im Kreis alle Direktmandate. Den erfolgreichen „Haustürwahlkampf“ der Kandidaten werde man fortsetzen, betonte Wadephul. „Klassische Wahlkampfveranstaltungen sind nicht mehr gefragt“, stellte er fest. Dass die Kreis-CDU auf die Bürger zugehe, mache sich bezahlt. Die Mitgliederzahl sei in den vergangenen beiden Jahren um 40 auf aktuell 2569 angestiegen.

Erfolgreich seien auch neu geschaffene Veranstaltungen wie die „Politik-Werkstatt“, betonte Wadephul. Dabei würden aktuelle Themen aus der Bundes- und EU-Politik aufgegriffen und offen diskutiert. „Das Interesse daran war groß, denn in den Ortsvereinen werden sonst eher örtliche Themen diskutiert“, sagte Wadephul.

Die Kreis-CDU werden sich auch weiterhin um das Lufttransportgeschwader 63 kümmern. „Was die Nachnutzung der Hugo-Junkers-Kaserne in Alt Duvenstedt nach der Auflösung des LTG 63 betrifft, bin ich guter Dinge“, sagte Wadephul. Und der Nato-Flugplatz in Hohn sei ein „Schatz, den man nicht aufgeben darf.“

Der Kreisvorsitzende machte sich auch für den „Rendsburger Ring“, einer neuen Umgehungsstraße zwischen der B 203 und der B 77 nördlich von Rendsburg und Büdelsdorf stark. Das Verkehrssystem in und um Rendsburg sei insgesamt fragil. Die seit Jahren von den Bürgern und der Wirtschaft zu ertragende Situation könne nicht durch die Ertüchtigung vorhandener Verkehrsachsen verbessert werden, sondern nur durch eine zusätzliche Entlastungsstraße. Die möglichen Trassen müssten „vorurteilsfrei“ untersucht werden, hieß es in dem Antrag an den Kreisparteitag, der einstimmig angenommen wurde. Wadephul forderte „politischen Mut“, dieses Vorhaben durchzusetzen. Das schon in der Vergangenheit kontrovers diskutierte Verkehrsvorhaben soll laut Antrag in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Zudem spricht sich der Parteitag gemäß eines Antrags der Jungen Union für einen „Verpflichtenden Schwimmunterricht“ an den Grundschulen aus.

Als Gastrednerin der Landesregierung forderte die Bildungsministerin Karin Prien, den Lehrern wieder mehr Vertrauen und mehr Respekt entgegenzubringen. Das Land werde weiter alles Mögliche veranlassen, um den Unterrichtsausfall an den Schulen so gering wie möglich zu halten, versprach sie. Um die Lehrerstellen in Zukunft alle besetzen zu können, habe die Regierung ein umfassendes Konzept zur Lehrkräftegewinnung vorgestellt Im kommenden werde voraussichtlich eine rechnerische Unterrichtsversorgung von 100 Prozent erreicht. Zum Digitalpakt habe es in den vergangenen Wochen einige Diskussionen gegeben, räumte die Ministerin ein. Sie wies darauf hin, dass sich der Ministerpräsident Daniel Günther und sie sich in Berlin dafür stark gemacht hätten, dass die Gelder möglichst schnell fließen, ohne gleichzeitig andere, vom Bund geförderten Projekte zu gefährden.

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