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Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 04:03 Uhr

Deula-Wissen für Südafrika

vom

Das Bildungszentrum will ab September 60 junge Landwirte aus dem Kap-Staat ausbilden / Regierungs-Delegation gestern vor Ort

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Rendsburg | "Südafrika ist das zwölft reichste Land der Welt, aber es herrschen Hunger und Armut", sagt Thomas Bachmann. Der Deula-Geschäftsführer und seine Leute wollen einen Teil dazu beitragen, damit sich dies ändern kann. Im September werden 300 junge Leute aus Südafrika nach Deutschland kommen, um nach dem Deula-Motto "Lernen durch Begreifen" geschult zu werden - davon allein 60 in Rendsburg. Gestern war eine Delegation der südafrikanischen Regierung Am Grünen Kamp, um die letzten Details zu klären.

Seit fünf Jahren wird über die Kooperation verhandelt, weiß Bachmann, der seit einem Jahr die Deula am Kanal leitet. Und jetzt geht alles ganz schnell: In Südafrika wurde von der Regierung eine Non-Profit-Organisation gegründet, die für die Umsetzung der Kooperation sorgen soll. MRDI lautet der Name, was übersetzt so viel bedeutet wie: Lasst uns zusammentun, um den ländlichen Raum zu bewirtschaften. Dr. Tom Zhuwau (Direktor des südafrikanischen Landwirtschaftsministeriums), Nonala Buthelezi (im Landwirtschaftsministerium zuständig für das Jugendprojekt) und Diplom-Ingenieur T.G. Marange von der Firma ProTeeAG (führt die Verhandlungen) besprachen gestern mit den Deula-Experten das weitere Vorgehen.

Vom 2. bis 25. September sollen die Südafrikaner im Alter zwischen 18 und 35 Jahren sowie Betreuer nach Deutschland kommen und werden auf neun Deulen verteilt. "Wir übernehmen den Bärenanteil", sagt Thomas Bachmann. Im Landwirtschafts-Zyklus herrscht ein halbes Jahr Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Südafrika. Dort wird Ende September, Anfang Oktober mit der Bodenbearbeitung begonnen, weiß Bachmann. "Dann können sie mit ihrem neuen Wissen gleich aufs Feld fahren."

Die besten Absolventen sollen mit Deula-Unterstützung in ihrer Heimat Bildungsanstalten aufbauen, die die Bevölkerung schulen. Südafrika ist in neun Provinzen aufgeteilt, in denen 49 Millionen Menschen leben - davon sind 80 Prozent Schwarze.- Das Fernziel: "Die schwarze Bevölkerung soll lernen, sich selbst zu ernähren", erklärt der Deula-Geschäftsführer. Bisher fehle es den Südafrikanern an Praxiswissen - und dies sollen ihnen die Experten an den deutschen Deulen nun vermitteln.

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