Laufen : Dethlefs siegt auch beim Störlauf

Lieferten sich bis kurz dem Zielstrich ein erbittertes Duell: Sieger Pascal Dethlefs (links) und Yannik von Soosten.
Lieferten sich bis kurz dem Zielstrich ein erbittertes Duell: Sieger Pascal Dethlefs (links) und Yannik von Soosten.

Pascal Dethlefs war auch beim Störlauf nicht zu bezwingen. Über 10 Kilometer siegte der Läufer der SG Athletico Büdelsdorf vor dem Itzehoer Yannik von Soosten. Im Halbmarathon wurde Philipp Müller (SG Athletico) Dritter.

shz.de von
12. Mai 2015, 06:00 Uhr

Pascal Dethlefs war nach anstrengenden Wochen mit Deutscher Meisterschaft im Halbmarathonlauf (1:07:47 Stunden) und Landesstraßenmeisterschaft über zehn Kilometer (30:51 Minuten) nach Itzehoe gekommen, „um Spaß zu haben“. Und dennoch: Den Sieg beim traditionellen Störlauf wollte Schleswig-Holsteins derzeit schnellster Langstreckler auch in diesem Jahr nicht aus der Hand geben. Der Büdelsdorfer ließ sich zwar bereitwillig darauf ein, Yannik von Soosten zu einer schnellen Zeit zu ziehen, doch letztlich tat er das, was ein spurtstarker Läufer immer tut: Er nutzte seine Möglichkeiten und zog auf dem letzten Kilometer auf und davon und lag zum Schluss mit 33:24 Minuten fünf Sekunden vor dem Nachwuchsläufer aus Itzehoe.

Nachdem im Ziel die erste Enttäuschung bei von Soosten verflogen war, sagte der Jugendliche (U20): „Pascal hat mir super geholfen, aber zum Schluss war die Kraft weg. Da hatte ich nur noch schwere Beine und konnte nicht mehr folgen.“ Pascal Dethlefs nötigte das dennoch Respekt ab: „Yannik hat eine super Leistung gebracht.“

Bei den Frauen bestimmte Katharina Nüser (38:52) das Renngeschehen – und zwar so, wie sie wollte. Im Ziel lag die Rennläuferin der LG Wedel-Pinneberg (37:44) deutlich vor Rebecca Blass (42:22) aus Braunschweig.

Das Halbmarathon-Rennen der Männer war geprägt von einem packenden Dreikampf, den sich Thomas Ebel (1:19:52/Hamburg), Andreas Ehlers (1:20:24/Hingstheide) und Philipp Müller (1:21:10/Büdelsdorf) an der Spitze des über 500-köpfigen Teilnehmerfeldes lieferten. Bis Kilometer zwölf liefen alle drei auf Augenhöhe. Dann zog Müller mehrmals kurz an und versuchte, sich der Konkurrenz zu entledigen. Im Falle von Ehlers klappte das auch zunächst ganz gut, doch dann hatte Ebel bei Kilometer 15 „die Faxen dicke“ und machte selber Ernst. Ebel lief auf und davon. Und nachdem Ehlers wieder zu Müller aufgeschlossen hatte, musste der Büdelsdorfer auch den späteren Zweitplatzieren ziehen lassen. Der Aufforderung von Ehlers hinter Münsterdorf, der dem Büdelsdorfer dort Zeichen gab, ihm zu folgen, quittierte der spätere Dritte mit dem resignierten Satz: „Ich bin raus.“

Über fünf Kilometer lief Tim Hartmann (Büdelsdorf(16:27) hinter Viktor Kirsch (16:09/Hingstheide) als Zweiter über die Ziellinie. Die Entscheidung fiel kurz vor dem Wendepunkt. Da riss Kirsch, der in der Hallen-Bestenliste des DLV (M40) die ersten Plätze über 1500 und 3000 Meter einnimmt, eine kleine Lücke, die Hartmann danach nicht wieder schließen konnte. „Es war zu erwarten, dass er das Ding macht“, so Hartmann.

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