Handball : Derbysieg zum Saisonauftakt

Freud und Leid lagen für Fockbeks Carolin Kurbjuhn (grünes Trikot) dicht zusammen. In dieser Szene erzielte sie das erste Tor des Derbys, später musste sie verletzt ausscheiden.
Freud und Leid lagen für Fockbeks Carolin Kurbjuhn (grünes Trikot) dicht zusammen. In dieser Szene erzielte sie das erste Tor des Derbys, später musste sie verletzt ausscheiden.

In der Handball-Landesliga der Frauen feierte die HSG Fockbek/Nübbel einen 29:22-Erfolg über die HSG Schülp/Westerönfeld/Rendsburg.

shz.de von
03. September 2018, 19:23 Uhr

Der Start in die neue Spielklasse ist den Landesliga-Handballerinnen der HSG Fockbek/Nübbel geglückt. Zum Auftakt feierte der SH-Liga-Absteiger einen 29:22-Derbysieg gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Auch die Männer der HSG Eider Harde II (27:22 gegen Wellingdorfer TV) gewannen zum Auftakt. Einen Punkt gab es für den Büdelsdorfer TSV (23:23 beim TuS Lübeck), während der TSV Alt Duvenstedt (25:27 bei der HSG Kremperheide/Münsterdorf) und die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD II (10:30 bei der HSG Wagrien) verloren.

Landesliga Nord, Frauen


HSG Fockbek/Nübbel – HSG Schülp/W’feld/RD 29:22 (14:9)

Beiden Teams war in der Anfangsphase die Nervosität anzumerken. Technische Fehler und Fehlwürfe wechselten sich in munterer Reihenfolge ab. Erst mit dem 13. Angriff der Partie erzielte Fockbeks Carolin Kurbjuhn den ersten Treffer (1:0, 6.). „Das war ein typisches erstes Saisonspiel“, urteilte Fockbeks Trainer Olaf Keck, dessen Team nach ausgeglichenem Beginn (3:3, 11.) das Geschehen bestimmte. Bereits zur Pause hatten sich die Fockbekerinnen mit dem 14:9 eine deutliche Führung erspielt. „Wir sind aufgrund einer schwierigen Vorbereitung leider noch nicht so weit, sind erst bei 60 Prozent unseres Leistungsvermögens“, sagte Westerrönfelds Trainer Sönke Marxen. Auch vom Versuch der Gäste, nach dem Wiederanpfiff mit unterschiedlichen Deckungssystemen den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen, ließen sich die Keck-Schützlinge nicht beirren, hatten auf alles eine passende Antwort parat. Marxen: „Wir haben leider die Anspiele an den Kreis nicht unterbunden bekommen.“ Über 20:14 (45.) und 26:18 (54.) strebten die Gastgeberinnen einem ungefährdeten Sieg entgegen. „Es war nicht alles Gold, was glänzt, aber für den Anfang war das okay. Ich habe viele gute Ansätze gesehen“, resümierte Keck. Einziger Wermutstropfen für die Gastgeberinnen war die Verletzung von Carolin Kurbjuhn. Die Kreisläuferin zog sich einen Mittelhandbruch zu und wird ihrem Team mindestens sechs Wochen fehlen.

Tore für die HSG Fockbek/Nübbel: L. Kurbjuhn (8/2), Scheller (5/4), Walter (3), C. Kurbjuhn (3), Götz (3), Sieck-Pahl (2), Witt (2), Schlegel (2), L. Ehlers (1).

Tore für die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Olf (8/7), Jöhnk (4), Krysik (3), Laßen (2), Lindhorst (2), König (1), Rohwer (1), Sienknecht (1).

Landesliga Nord, Männer


HSG Eider Harde II – Wellingdorfer TV 27:22 (16:12)

Zu Beginn hatte der Aufsteiger noch Probleme mit ersatzgeschwächten Gästen. „Da waren wir etwas fahrig. Ich schiebe das mal auf die Nervosität zurück“, sagte HSG-Coach Thore Kuhrt. Doch nach dem 1:4 (6.) fanden die Hausherren über eine starke Abwehr mit einem glänzend aufgelegten Thies Brügmann im Tor dahinter ihren Rhythmus, kamen immer wieder über Gegenstöße zu einfachen Treffern. Beim 7:6 (15.) brachte Julius Kaack die Eider-Reserve erstmals in Führung, die man bis zum Abpfiff nicht mehr aus den Händen gab. Bis zum 19:17 (40.) blieb es eng, doch spätestens beim 26:18 (53.) gab es keinen Zweifel mehr, wer die Halle als Sieger verlassen sollte. „Mit dem Auftaktsieg bin ich natürlich zufrieden, auch wenn wir sicherlich noch Luft nach oben haben“, lautete Kuhrts Fazit.

Tore für die HSG Eider Harde II: Henrich (6), Feige (5), Oeltjen (5), Kock (3/1), Oettershagen (2), Kaack (2), Petersen (2), Stanszus (1), Jöns (1).

HSG Kremperheide/Münsterdorf – TSV Alt Duvenstedt 27:25 (11:10)

Den Start in die Saison hatte man sich im Lager des TSV Alt Duvenstedt anders vorgestellt. Eine Niederlage in Kremperheide war nicht eingeplant. „Leider sind wir mit dem Backeverbot nicht klar gekommen und wir haben es nie geschafft, unsere Nervosität abzulegen“, sagte TSV-Coach Thomas Carstensen zu den Gründen. Dabei sah es bis zum 9:7 (19.) noch gut für die Gäste aus, doch dann bekamen die Steinburger immer mehr Oberwasser. „Der Gegner hat toll gefightet. Allerdings haben wir die HSG mit unseren Fehlern auch stark gemacht“, so Carstensen. Zudem ließen sich die Gäste immer wieder durch Nickligkeiten des Gegners provozieren, Höhepunkt war die Rote Karte gegen Johannes Wommelsdorf (47.) nach einer Unsportlichkeit. Carstensen: „Zum Glück ist es nur eine Matchstrafe, so dass uns Johannes im nächsten Spiel wieder zur Verfügung steht.“ In der Schlussphase fehlte Wommelsdorf allerdings seinem Team, das nach dem 23:27 (59.) sämtliche Hoffnungen auf einen gelungenen Auftakt begraben musste.

Tore für den TSV Alt Duvenstedt: Rath (7/6), Kalbus (5), Voß (3), Wommelsdorf (3), Müller (2), Kühl (2), Kossek (2), Höpfner (1).

Landesliga Süd, Männer


TuS Lübeck – Büdelsdorfer TSV 23:23 (7:14)

Nach den ersten 30 Minuten deutete alles auf einen geglückten Saisonstart der Büdelsdorfer hin. Die Gäste führten mit 14:7, obwohl sie nach Aussage von Trainer Armin Kortz mit ihren Chancen „sehr leichtfertig“ umgingen. „Wir hätten noch viel höher führen müssen.“ Das sollte sich nach dem Wiederanpfiff rächen, denn dank einer offensiveren Deckung holten die Lübecker Tor um Tor auf, beim 17:17 (44.) war der Vorsprung aufgebraucht. In der 50. Minute lag der BTSV sogar mit zwei Toren hinten (19:21), ein Fehlstart drohte. Doch die Gäste schlugen noch einmal zurück, legten ein 23:21 (55.) vor. Aber auch das sollte nicht zum Sieg reichen, weil Lübeck erneut ausglich. „Natürlich hätte ich hier gerne zwei Punkte mitgenommen. Aber wir hätten auch eben so gut verlieren können“, so Kortz.

Tore für den Büdelsdorfer TSV: Ewert (8/1), Möller (5/1), Mees (3), Wilhelm (3), Bittrich (2), Skrzypczak (2).

HSG Wagrien – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD II 30:10 (16:4)
Die Deutlichkeit der Niederlage dürfte auch dem Letzten im Westerrönfelder Lager gezeigt haben, dass man vor keiner einfachen Saison steht. „Vielleicht war das der Wachmacher für uns, den wir gebraucht haben, um nächste Woche mit einer ganz anderen Einstellung in die Saison zu gehen“, haderte Trainer Gunnar Schlott mit dem blutleeren Auftritt seiner Schützlinge. Vor allem im Angriff präsentierten sich die Gäste desolat. Der erste Treffer gelang Maximilian Olf erst nach 19:29 Minuten zum 1:8. „Ich habe die Dynamik und den Biss vermisst, den Ball unbedingt ins Tor werfen zu wollen. Wir haben uns völlig unter Wert verkauft.“

Tore für die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD II: Wiese (3), Olf (3), Albrecht (2), Voigt (1), Lindhorst (1).

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