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Handball-SH-Liga : Derby hat einen verdienten Sieger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg reicht eine durchschnittliche Leistung gegen dezimiertes Alt Duvenstedt zum Erfolg.

Der Favorit hat sich schlussendlich souverän durchgesetzt. Die Handball-Männer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg haben den Derbyklassiker gegen den TSV Alt Duvenstedt, der diesmal anders als in den Jahren zuvor in der Schleswig-Holstein-Liga stattfand, mit 27:22 (14:11) für sich entschieden.

Die rund 350 Zuschauer in der Westerrönfelder Heidesandhalle sahen einen verdienten Sieger. In diesem Fazit waren sich beide Seiten einig. „Wir waren unterm Strich die bessere Mannschaft, hatten mehr Wechselmöglichkeiten zur Verfügung. Alt Duvenstedt hat das Optimale aus seiner Situation herausgeholt. Uns hat eine durchschnittliche Leistung gereicht“, sagte HSG-Trainer Volker Paul und hatte damit auch warme Worte für den Unterlegenen über, der derzeit unter einer in der Form selten dagewesenen Verletzungsmisere leidet. TSV-Coach Gunnar Kociok ist nicht zu beneiden. In Westerrönfeld musste er mit lediglich acht Feldspielern antreten, wobei Mathis Kock Trainingsrückstand besitzt und gar nicht zum Einsatz kam. Volker Paul besaß dagegen mit zwölf Feldspielern die Qual der Wahl. „Ende der ersten Halbzeit hat man gemerkt, dass Alt Duvenstedts Leistungsträger eine Pause gebraucht hätten, die sie aber nicht nehmen konnten“, bilanzierte Paul.

In der Tat fiel in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte eine kleine Vorentscheidung, als der TSV plötzlich „herumgurkte“ (O-Ton Kociok) und die HSG bis zum Pausenpfiff auf 14:11 davonzog. Nach Wiederanpfiff kam der TSV nie wieder heran. „Ich bin trotzdem nicht unzufrieden. 25 Minuten haben wir mit den Hausherren auf Augenhöhe agiert. Dann war unsere Chancenverwertung mit insgesamt 27 Fehlwürfen einfach zu schlecht, um hier gewinnen zu können. Westerrönfeld hat verdient, die zwei Punkte geholt“, resümierte Gunnar Kociok. Für ihn war es ein ganz besonderes Spiel. 14 Jahre trainierte er die HSG. 14 Jahre mit vielen Höhen und einigen Tiefen. Kociok wohnt nur 200 Meter entfernt von der Heidesandhalle. Kaum einer kennt das Umfeld so gut wie Kociok. Dem Vernehmen nach hat der Trainerfuchs trotzdem problemlos die Gäste-Kabine gefunden. „Das war nicht schwierig“, schmunzelte Kociok, der natürlich noch viele Gesichter im Westerrönfelder Kader bestens kennt. So verwunderte es wenig, dass HSG-Torjäger Jens-Christian Woldt 60 Minuten lang von Christian Eichstädt in Einzelbetreuung genommen wurde. Zwei Woldt-Feldtore sprechen für den Erfolg dieser Maßnahme. Allerdings nutzte auf der anderen Rückraum-Seite Niklas Ranft die Freiräume und netzte neunmal ein. Er gehörte zu den Spielern, die von Paul ein Sonderlob erhielten. Darüber hinaus machten auch Torwart Andreas Tietjens vor allem in der zweiten Halbzeit und Niklaas Seehase sowohl in der Deckung als auch im Angriff von sich reden. „Sie haben beide super gespielt“, sagte ihr Trainer.

Die HSG bleibt nach dem Sieg als Zweiter am Tabellenführer Lübeck kleben. Wobei sie sich bei Tills Löwen bedanken darf, die dem Spitzenreiter zwei Punkte abtrotzten. Westerrönfeld hat jetzt bei vier ausstehenden Partien nur noch einen Punkt Rückstand auf Lübeck. Paul: „Ziel muss es aber sein, uns nach hinten abzusichern.“ Grund: Auf Platz drei lauert die HSG Tarp/Wanderup ebenfalls mit nur einem Zähler Rückstand. Am letzten Spieltag könnte es in Westerrönfeld zum Showdown kommen, wenn sich die HSG mit Tarp um Platz zwei streitet.

Gunnar Kociok glaubt nicht mehr daran, dass sein Team angesichts der angespannten Personallage noch viele Punkte holen kann: „Ich denke, dass wir am Ende auf Platz acht landen werden.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Martensen, Tietjens – Petriesas (4), Hartwig, Pieper (2), Woldt (5/3), Seehase (3), Hannemann, Cardis (4), Ranft (9), Sievers, Jüschke, Reick, Sawitzki
TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Quarck, Himmelsbach – L. Kock (4), Schwarz (6), Eichstädt (6/2), M. Kock, N. Petersen (1), Voß (1), Höpfner (3), Küch (1).

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