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Anglertreff : Der weltgrößte Dorsch neben filigranen Ködern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Tausende Besucher bei der Norddeutschen Anglerbörse. Ein 1,6 Meter langer Rekordfisch wurde als Modell vorgestellt.

In der Nordmarkhalle passte allenfalls eine Angelschnur zwischen die Besucher. Petrijünger aus ganz Schleswig-Holstein waren am Wochenende nach Rendsburg gekommen, um sich über neue Trends zu informieren oder modernes Zubehör zu kaufen. Die 17. Norddeutsche Anglerbörse offerierte den Sportfischern ein breites Angebot – vom Riesen-Dorsch bis hin zur filigranen Fliege.

Wer von dem großen Fang, dem „Fisch seines Lebens“, träumt, der konnte im Obergeschoss des Bullentempels am Stand von „Dieter-Eisele-Sea-Fishing“ aus Oldenburg in Holstein Anschauungsunterricht nehmen und sich Tipps holen. Eisele hat im April 2013 vor der Westküste der Insel Söröyvor (Norwegen) einen Dorsch von 160 Zentimetern Länge und 47 Kilogramm Gewicht mit der Angel gefangen. Das ist der derzeitige Weltrekord. Die Tiere können bis zu zwei Meter lang werden. Eisele benötigte eine gute halbe Stunde, bis er das Ausnahme-Exemplar an die Wasseroberfläche gezogen hatte und war auf die Hilfe von zwei Kollegen angewiesen, um ihn an Bord des Bootes zu hieven. Der präparierte Dorsch ist inzwischen im Fischereimuseum in Bergen ausgestellt. In der Nordmarkhalle zog eine Replik des Weltrekord-Fisches die Blicke der Angelfreunde auf sich.

Auch André Roßat war beeindruckt. Schon mit sechs Jahren habe er mit dem Angeln begonnen, berichtete der Neuwittenbeker. Die Heringsangler am Nord-Ostsee-Kanal hätten ihn damals „infiziert“. Seine Begeisterung fürs Angeln ist seit 40 Jahren ungebrochen. Wenn das Wetter es zulässt, fährt er mit dem Boot von Laboe aus auf die Ostsee. Aber er hat auch schon im Nordatlantik vor Kanada gefischt. Für Roßat ist die Anglerbörse ein beliebter Treffpunkt, um sich mit anderen Petrijüngern auszutauschen. Kaufen wolle er dort nichts. „Ich habe schon alles“ so seine Worte.
Für Carsten Schlicht steht bei der Anglerbörse ebenfalls der Austausch mit Gleichgesinnten im Vordergrund, das Fachsimpeln über „Fliegen“. Diese filigranen Köder stellt der Flensburger in Handarbeit her. Dabei ließ er sich von den Besuchern gern über die Schulter gucken. Die sogenannten „Streamer“, die er am Wochenende aus Haar, Kunstfasern und Federn baute, sollen Meerforellen an den Haken bringen.

Brandungsruten oder Räucheröfen, Angelboote, Köder oder die richtige Bekleidung – Sportfischern bot sich auf der Anglerbörse eine riesige Auswahl. Mehr als 30 Anbieter hatten ihre Stände aufgebaut. Dazu kamen im Obergeschoss noch Flohmarkthändler, die gebrauchtes Zubehör bis hin zu Angel-Antiquitäten zum Kauf anboten.

Am Ende waren alle zufrieden: Veranstalter Frank Lange, mehrere tausend Besucher sowie die Händler, die aus ganz Deutschland und aus dem skandinavischen Raum nach Rendsburg gekommen waren. Die Sportfischer aus dem ganzen Land zogen mit manch gutem Fang in Form von perfekten Ruten, preisgünstigen Rollen oder knallbunten Kunstködern heim, und einige werden weiter von ihrem „Fisch des Lebens“ träumen.

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