Der Weg zum Abitur ist gesichert

Unterschreiben gerne: Heike Brunkert, Leiterin der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule Hanerau-Hademarschen/Todenbüttel und Schulverbandsvorsteher Otto Harders.
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Unterschreiben gerne: Heike Brunkert, Leiterin der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule Hanerau-Hademarschen/Todenbüttel und Schulverbandsvorsteher Otto Harders.

Berufsbildungszentren und Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe unterschreiben Kooperationsvereinbarung

shz.de von
22. Januar 2015, 13:33 Uhr

Nun ist es offiziell: Gestern Nachmittag unterzeichneten die Berufsbildungszentren (BBZ) und die Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe im Kreis Rendsburg-Eckernförde ihre Kooperationsvereinbarungen. Damit haben die Schüler der Gemeinschaftsschulen, die über keine eigene Oberstufe verfügen, nun einen Rechtsanspruch auf Aufnahme an den Beruflichen Gymnasien des BBZ Rendsburg-Eckernförde und des BBZ am Nord-Ostsee-Kanal. Vorausgesetzt, sie erfüllen die schulischen Voraussetzungen dafür. „Berechtigt sind die Schülerinnen und Schüler, die durch Prüfung einen Mittleren Schulabschluss erworben haben, und die höchstens eine vier im Abschlusszeugnis stehen haben, aber keine fünf oder sechs“, erklärt der kommissarische Leiter des BBZ Rendsburg-Eckernförde, Jürgen Erwin.

Ziel der Kooperation ist es, einen gleichwertigen Weg zum Abitur für Schulen ohne Oberstufe zu schaffen. So können vor allem jüngere Schüler aus den ländlichen Räumen zunächst eine ortsnahe Schule besuchen – und haben bei entsprechenden Leistungen eine gesicherte Chance auf das Abitur. „Das wird für viele Eltern eine Beruhigung sein“, denkt Heike Brunkert, Leiterin der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule Hanerau-Hademarschen/Todenbüttel. „Als Schule ohne Oberstufe musste man darum kämpfen, dass die Eltern ihre Kinder nicht von Anfang an auf eine andere Schule geben.“

Teil der Kooperation, die laut Jürgen Erwin schon seit Langem gelebt wird, ist der Austausch von Lehrern. So unterrichtet beispielsweise BBZ-Lehrer Jörg Gosch einmal in der Woche für zwei Stunden einige Zehntklässler der Schule des Amtes Hohner Harde in Hohn. „Die Schüler in meiner Klasse wollen weiter zur Schule gehen und sind deshalb sehr motiviert. Der Austausch macht mir viel Spaß.“ Knapp 50 Prozent des aktuellen zehnten Jahrgangs aus Hohn möchte am BBZ das Abitur machen. Die Schüler haben dabei die Wahl zwischen den sechs Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Erneuerbare Energien, Gesundheit, Informationstechnik, Mechatronik und Volkswirtschaftslehre. Die Garantie, in der gewünschten Fachrichtung aufgenommen zu werden, gibt es allerdings nicht.

Wer seine Chance nutzen und im kommenden Schuljahr weiter die Schulbank drücken möchte, darf aber eines nicht vergessen: die Bewerbung bis spätestens zum 28. Februar. Der Antrag findet sich auf den Internetseiten der beiden Berufsbildungszentren.

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