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Handball-Oberliga der Männer : Der Trumpf im Abstiegskampf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga der Männer setzt die HSG Eider Harde auf ihre Heimstärke. Bereits am Sonnabend soll gegen den VfL Bad Schwartau II der nächste Sieg in der Werner-Kuhrt-Halle eingefahren werden.

Endlich wieder zu Hause: Nachdem es bei der HSG Eider Harde auswärts seit mehr als zwei Jahren nicht mit einem Sieg klappen will, sind die Oberliga-Handballer froh, am Sonnabend in eigener Halle antreten zu dürfen. Nur hier scheint es möglich zu sein, die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu holen. Morgen (19.15 Uhr) gastiert der VfL Bad Schwartau II in Hohn. Mannschaftskapitän Jörg Gosch gibt die Marschroute vor: „Wenn wir unsere vier restlichen Heimspiele gewinnen, bleiben wir drin.“ Nach dem VfL kommen noch die SG Hamburg-Nord, der Preetzer TSV und der MTV Herzhorn in die Werner-Kuhrt-Halle.

Wenn es einer wissen muss, dann Gosch. Keiner im Team kennt Abstiegskampf so gut wie der Mann, der aktuell seine 14. Saison in der „Ersten“ der HSG spielt. In denen ging es nicht selten um den Klassenerhalt. Vor allem in den drei vergangenen Spielzeiten musste die HSG fast immer bis zum letzten Spieltag zittern. „Wer bei uns spielt, muss Bock auf Abstiegskampf haben. Sonst geht es nicht“, meint Gosch. Drei Punkte sind es für den Tabellenzwölften bis ans rettende Ufer. Wobei das Bild verzerrt ist. Hamburg-Nord auf Platz elf hat zwei Spiele weniger absolviert. Der MTV Herzhorn auf Rang zehn ist schon fünf Punkte weg, hat zudem auch eine Partie weniger gespielt als die HSG. Gosch: „Wir müssen uns an Hamburg-Nord orientieren. Platz elf ist das Ziel.“

Das sieht auch Neu-Trainer Christian Voß so. Seine Heimpremiere am Sonnabend ist eigentlich schon ein Endspiel. Die Vorzeichen stehen gut. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bad Schwartauer „Zweite“ Unterstützung aus der A-Jugend oder der Zweitliga-Mannschaft erhält, ist sehr gering. Beide Teams müssen zeitgleich ran.

Voß, früher Trainer der 1. Herren des VfL, glaubt fest an den Klassenerhalt. Einen ersten kleinen Erfolg hat er bereits verbuchen können. Der Flensburger überredete Ulf Thöming, in den nächsten drei Spielen aufzulaufen. Der Shooter kann eine Waffe sein, wie man gegen Fischbek sehen konnte, als der Halblinke zehn Tore erzielte. Auch auf die beiden A-Jugendlichen Finn Ketelsen und Philip Meyer setzt Voß weiterhin. Junge Leute können der HSG nur gut tun, um Voß’ Erfolgsrezept umzusetzen: gnadenloses Tempo. Am Dienstag ließ der Coach im Training viele Konter laufen.

Dass sich die Fans auf ein rasantes Offensivspektakel freuen dürfen, ist aber eher unwahrscheinlich. Abstiegskampf bleibt Abstiegskampf. Es zählen nur die Punkte. Das wissen auch die Fans, die sich genauso über einen „dreckigen Sieg“ freuen werden. Kapitän Gosch und seine Teamkameraden wünschen sich am Sonnabend eine rappelvolle Halle. Das Potenzial, die Spielstätte zu füllen, ist seit dieser Saison mehr denn je gegeben. Nach der Fusion der HSG Hohn/Elsdorf mit der HSG Hamdorf/Breiholz hat sich das Einzugsgebiet stark vergrößert. Alleine in den vier Orten, den vier größten im Amt Hohner Harde, leben rund 6  600 Menschen. Im gesamten Harde-Gebiet sind es 8  600 Einwohner. Da sollte es doch möglich sein, einige hundert Zuschauer zu rekrutieren, um aus der Halle eine Hölle für den Gegner zu machen. Gosch: „Wenn uns alle unterstützen, können wir den Klassenerhalt schaffen.“

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