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Landeszeitung

25. November 2017 | 01:18 Uhr

Der Tierarzt kommt nur selten zu Besuch

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Verein für „Extensive Robustrinderhaltung im Naturpark Aukrug“ (Erna) wurde vor zwölf Jahren gegründet. „Am Anfang erforderte es viel Mut und großen zeitlichen sowie finanziellen Einsatz der Mitglieder, um unsere erste Weidelandschaft an der Buckener Au zu pachten und die Heckrinder aus Holland zu kaufen“, berichten Erna-Chef Jürgen Hirschbiegel und Naturschutzring-Geschäftsführer Niklas Zander, „man konnte damals nur hoffen, dass die Tiere sich bewähren würden und der Verein die vielen anfallenden Aufgaben über Jahre bewältigen könnte.“ Erna habe sich sehr viel positiver entwickelt, als es sich die Auerochsen-Pioniere von der Buckener Au vor zwölf Jahren erhofft hatten: „Wer hätte 2002 gedacht, dass der Verein heute 194 Mitglieder haben und sich um 93 Auerochsen in drei Weidelandschaften kümmern würde?“

Die Tiere haben sich als noch robuster und pflegeleichter erwiesen als erwartet. „Die Rinder kamen in den Jahren so gut wie ohne Tierarzt aus, die Kühe bekommen ihre Kälber ohne Komplikationen, und die Hufe brauchen trotz des teilweise feuchten Untergrunds überhaupt keine Pflege“, vermerken Hirschbiegel und Zander, „bewährt hat es sich auch, dass bei Erna die Menschen, die vor Ort leben, Verantwortung für die Tiere und die Weideflächen übernehmen.“ Ende 2003 kam eine Weidefläche in Fitzbek hinzu, im Frühjahr 2006 dann ein weiteres Auerochsenrevier an der Bünzau. Neben der Mitgliederversammlung im „Tivoli“ in Innien, bei der immer ein leckeres Auerochsenbüffet serviert wird, lädt Erna im Laufe des Jahres zu zwei weiteren Veranstaltungen ein: zu einem „Tag der offenen Flur“ (diesmal am 6. Juli, ab 10 Uhr auf der neuen Jungviehkoppel) und einem Ausflug zu einer anderen Weidelandschaft unter dem Motto „Erna unterwegs“ (am 13. September zum Hessenstein bei Lütjenburg, Treffen: 11 Uhr auf dem Amtsparkplatz in Innien).

Hauptmotiv für die Ansiedlung der Heckrinder in Aukrug sind deren Qualitäten als Landschaftspfleger im Dienste von Wiesenbrütern. Vom Erfolg dieses Aspekts der Auerochsenzucht kann man sich bei einer abendlichen Vogelführung am 4. Juni überzeugen.

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