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Büdelsdorf : „Der Standort ist nicht geeignet“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei einer Diskussionsveranstaltung ging es um den Standort der neuen Heinrich-Heine-Schule in Büdelsdorf. Anwohner befürchten verstärkte Lärmbelästigung.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2014 | 13:08 Uhr

„Strammer Zeitplan“ - am 4. September 2017 soll der Betrieb im Neubau der Heinrich-Heine-Schule an der Neuen Dorfstraße beginnen. Diesen Termin gab Bürgermeister Jürgen Hein in einer Bürger-Informationsveranstaltung am Dienstag bekannt.

Vor 80 Anwohnern und weiteren interessierten Bürgern berichtete Hein über die bisherigen Entscheidungen bei dem „größten Projekt der nächsten Jahrzehnte“. Neben dem Schulneubau ist die Schaffung eines Grundschulzentrums am bisherigen Standort der Heinrich-Heine-Schule in der Akazienstraße geplant. Dort sollen auch der Kindergarten „Liliput“ und die Stadtbücherei einziehen. Die Kosten für die neue Schule liegen geschätzt bei 21,5 Millionen Euro. Gegenüber der Landeszeitung zeigte sich Hein sicher, dass diese Summe bei Ausschöpfung aller Einsparungsmöglichkeiten noch spürbar gesenkt werden könne. Insgesamt stehen im Haushalt 24,7 Millionen Euro für den Neubau und das Grundschulzentrum bereit.

Planung, Zwischenfinanzierung, Bau und Instandhaltung des Schulneubaus sollen durch einen privaten Gesamtinvestor erfolgen. Die langfristige Finanzierung und die Betriebsleistungen (Hausmeister, Reinigung, Winterdienst) werden durch die Stadt erbracht. Für dieses „optimierte Mischmodell“ hatte sich die Stadtvertretung entschieden.

Michael Hinz vom Wasser- und Verkehrskontor aus Neumünster stellte die Ergebnisse der Verkehrszählung vor, die er im Auftrag der Stadt ermittelt hatte. Demnach sind die Neue Dorfstraße und die Ahlmannallee als Hauptzubringer der neuen Schule ausreichend für den zusätzlichen Verkehr. Dieses wurde von Anwohnern der Ahlmannallee bestritten, die sich jetzt schon durch den zunehmenden Durchgangsverkehr belästigt fühlen. „Der Standort ist nicht geeignet“, sagte Michael Schmitz. Die Belästigung der Anwohner durch Lärm und Abgase werde weiter steigen, der Wohnwert werde herabgesetzt.

Ein weiterer Kritikpunkt war zudem die Lage des geplanten Schulparkplatzes gegenüber der Einmündung der Ahlmannallee in die Neue Dorfstraße. Die Bürger regten außerdem an, den Durchgangsverkehr in der Ahlmannallee zu verringern oder sogar komlett zu verhindern.

Viele Fragen zur Baustellenerschließung hatte Silke Schnoor vom Fachbereich Bauplanung und Stadtentwicklung zu beantworten. Weil die Baufahrzeuge nach derzeitiger Planung über die Straßen „An der Kampkoppel“ und „Wacholderweg“ fahren sollen, befürchten die Anwohner neben erhöhten Emissionen Einschränkungen der Verkehrssicherheit sowie Schäden an den Straßen und an ihren Häusern. Jürgen Hein hatte zu Beginn der Informationsveranstaltung zugesagt, dass es vor Beginn der Bauarbeiten eine umfangreiche Beweissicherung geben werde, um eventuelle Schäden regulieren zu können.

Der Lenkungsausschuss Schulneubau wird in seiner Sitzung am 11. Juni festlegen, ob die Baustellenerschließung über die „Nordvariante“ erfolgen soll. So könnte der Unterricht in der jetzigen Emil-Nolde-Grundschule an der Neuen Dorfstraße während der Bauphase weiterhin stattfinden und es würden keine Container benötigt, was laut Hein zu einer Einsparung von bis zu 1,5 Millionen Euro führen könnte.

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