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Fussball-Kreisliga : Der Saisonauftakt und die Lehren

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach drei Partien der neuen Spielzeit sind erste Tendenzen für den weiteren Verlauf zu erkennen.

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 05:21 Uhr

Nach drei Spieltagen in der Fußball-Kreisliga ist es zwar noch viel zu früh, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Tendenzen aber lassen sich nach dem Saisonstart durchaus erkennen. Das sind die Lehren der ersten Partien.

Die Überraschungen

Der TuS aus Bargstedt ist nach drei Spielen die einzige Mannschaft, die ohne Punktverlust dasteht. So mancher Beobachter der Liga hatte die Bargstedter vor der Saison als Geheimfavorit auf dem Zettel. Von daher ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass sie in der Spitzengruppe zu finden sind. Aber zuletzt gewannen sie gegen Vineta Audorf, obwohl sie nicht die bessere Mannschaft waren. Das ist gemeinhin ein Qualitätsmerkmal, das man Meisterschaftsanwärtern anhaftet. Ob der TuS tatsächlich ein ganz heißer Kandidat auf den Titel sein kann, wird sich am Sonnabend zeigen. Dann reist die Truppe von Frank Wolter zum Spitzenspiel nach Schinkel. Aber der Trainer weiß: „Schinkel ist gewarnt und wird heiß auf eine Revanche sein.“ Vor einem Monat rangen die Bargstedter den FC in der Hauptrunde des Kreispokals mit 2:1 nieder. Der Pokal und das Auftaktremis gegen den Aufsteiger aus Barkelsby haben gezeigt: Unverwundbar ist der große Favorit aus Schinkel auch in diesem Jahr nicht.

Dass der Punktgewinn der SG BSV/EMTV keine Eintagsfliege war, zeigte die Spielgemeinschaft in den folgenden Partien. Sieben Punkte hat der Neuling auf seinem Konto und gehört damit bisher zu den positiven Überraschungen.

Die Enttäuschungen

Wo Licht ist, da ist konsequenterweise auch Schatten. In Schacht-Audorf ist die Sonne demnach noch überhaupt nicht aufgegangen, denn der TSV Vineta steht mit null Punkten im Tabellenkeller. Eigentlich hatte Trainer Norman Bock sein Team zum Kreis der Spitzenteams gezählt und das auch offensiv erklärt. Umso enttäuschter war er ob der Leistungen in den beiden ersten Spielen. „Da war richtig schlecht von uns“, polterte er. In Bargstedt war zuletzt, trotz der neuerlichen Niederlage, ein Aufwärtstrend erkennbar. „Wir bleiben ganz ruhig und werden uns auf jeden Fall steigern.“ Für das Ziel, erster Schinkel-Verfolger zu werden, müssen schleunigst Punkte her.

Die wünschen sie sich auch am Nobiskrug, wo Borussia 93 Rendsburg erst einen Zähler auf der Habenseite verbuchen konnte. Es dürfte eine Zittersaison für die Truppe von Trainer Dirk Fischoeder werden. Einen so guten Start wie im Vorjahr ist den 93ern diesmal nicht gelungen. Punkte, die in der Endabrechnung fehlen könnten. Diese Sorgen treiben Fischoeder allerdings noch nicht um. „Die Saison ist noch lang und unsere Leistungen waren nicht so schlecht, als dass wir uns Sorgen machen. Aber am Sonntag im Heimspiel gegen Osdorf sollten wir endlich anfangen zu punkten“, sagt er.

Die Sorgenkinder

Größer sind die Sorgen bei Liga-Neuling Wittensee. Nicht ein Funken Aufstiegseuphorie konnte der WSV in die neue Spielklasse mitnehmen. Das vorläufige Resultat ist der letzte Tabellenplatz mit bereits 15 Gegentreffern. Mehr hat kein weiteres Team kassiert. „Unsere Personaldecke ist einfach viel zu dünn“, sagt Trainer Peter Thede. Darum geht es für ihn am Sonntag gegen den Büdelsdorfer TSV auch „nur um Schadensbegrenzung“. Am nächsten Freitag beginnt für die Wittenseer die Saison quasi noch einmal aufs Neue, wenn es gegen den Osdorfer SV geht. „Dort rechnen wir uns schon etwas aus“, so Thede.

Nicht minder schwer scheint die Spielzeit für die SG Felde/Stampe zu werden. Der Totalumbruch im Sommer hat Spuren hinterlassen und der Neuaufbau braucht einfach Zeit. „Das wussten wir vorher, aber ich bin von dem Leistungsstand der Mannschaft positiv überrascht“, sagt Trainer Sven Heinrichsen. „Mit etwas Glück hätten wir auch schon sechs Punkte statt nur einen haben können.“ Am Sonnabend gegen den starken Aufsteiger aus Barkelsby kann Heinrichsen erstmals auf die Dienste eines erfahrenen Neuzugangs bauen. Kai Lass, der unter anderem für die FT Eider Büdelsdorf, gespielt hat und zuletzt in Schilksee aktiv war, hat sich der SG angeschlossen. „Seine Erfahrung wird für unsere junge Truppe wichtig sein“, glaubt Heinrichsen.

Die Fehleinschätzungen

Dabei handelt es sich um Vermutungen, die im positiven Sinne anders eingetreten sind – zumindest bisher. Beim TuS Jevenstedt war man in großer Sorge, ob die beiden abgewanderten Offensivkräfte Sebastian Hehnke und Mirko Mrosek nicht eine zu große Lücke hinterlassen würden. „Nun müssen wir eben sehen, dass wir die Last auf mehrere Schultern verteilen und das als Mannschaft auffangen“, hatte Trainer Michael Rohwedder angesichts des fehlenden Ersatzes gesagt. Und das scheint gut zu funktionieren. Die Torfabrik ist der TuS zwar nicht mehr, aber mit Timo Klug, Hendrik Lassen oder auch Thore Neben verfügen die Jevenstedter über viele torgefährliche Spieler. Und zumindest mit den sechs Punkten können sie an der Jevenau gut leben. Dass es gegen eine Mannschaft wie Schinkel (0:3) schwer werden würde, hatte Rohwedder erwartet.

Beim Büdelsdorfer TSV hatte Trainer Adrian Königsmann eine Rückkehr in die Verbandsliga eigentlich erst in zwei Jahren angepeilt. „Eine Platz unter den ersten Drei wäre super, ist aber schon ein sehr ambitioniertes Ziel“, erklärte er unlängst. Nach den ersten Eindrücken aber könnte der BTSV doch schon in dieser Saison ein gehöriges Wörtchen um die Meisterschaft mitreden. Die jungen Wilden haben es mit zwölf Treffern in den drei Spielen bisher ordentlich krachen lassen. Und am Sonntag in Wittensee, wäre alles andere als der nächste Sieg eine große Überraschung.

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