zur Navigation springen

Fussball-Verbandsliga : Der Rendsburger TSV kommt langsam ins Rollen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Waskönig-Elf feiert 3:1-Heimsieg über Kilia Kiel. Der TuS Rotenhof kassiert die nächste Schlappe.

Der Rendsburger TSV findet immer mehr in die Erfolgsspur. Mit dem 3:1-Heimsieg schoss der RTSV den FC Kilia Kiel von der Tabellenspitze – zehn Punkte holte das Team von Trainer Stephan Waskönig aus den letzten vier Partien. Gut erholt von der Niederlage gegen den RTSV in der Vorwoche zeigte sich der Osterrönfelder TSV beim 1:0-Auswärtserfolg in Dänischenhagen, während Aufsteiger TuS Rotenhof beim neuen Spitzenreiter Inter Türkspor Kiel mit 0:4 die nächste deutliche Niederlage hinnehmen musste.

Rendsburger TSV – FC Kilia Kiel 3:1 (1:0)

„Usi, setz den Knock-out“, forderte RTSV-Coach Stephan Waskönig seinen spielenden Co-Trainer Dennis Usadel in der 88. Minute auf. Dieser tat wie ihm befohlen und verwandelte einen Foulelfmeter zum entscheidenden 3:1 für seine Elf. „Das war unser bestes Saisonspiel. Unsere Tendenz zeigt nach oben“, war bei Waskönig die Freude über diesen verdienten Sieg unverkennbar. Im Überschwang des Erfolges setzte er sogar noch einen drauf. „Wir haben noch Luft nach oben“, sagte Waskönig selbstbewusst. Eine Einschätzung, deren Wahrheitsgehalt hoch sein könnte, denn die Gastgeber präsentierten sich als kompakte Einheit und gerieten kaum einmal unter Druck. Angetrieben von der starken Mittelfeldreihe um Serdzan Redzepovski, Bojan Grabvac und Dennis Usadel merkte der RTSV, dass gegen den Tabellenführer etwas zu holen war. Genährt wurde diese Hoffnung durch den Führungstreffer von Usadel, der aus 20 Metern traf (19.). Die Rendsburger ließen die Gäste aus der Landeshauptstadt nie zu ihrem Spiel finden. Kilias Trainer Stefan Köpke monierte: „Es fehlte bei uns die Einstellung. Wir konnten unsere Stärken nicht ausspielen.“ Das war ein Verdienst der geschlossenen Mannschaftsleistung der Truppe von Stephan Waskönig, der mit Thore Bannow schließlich den richtigen Mann einwechselte. Das 2:0 besorgte der Last-Minute-Zugang selbst (52.), kurz vor Schluss holte er den Foulelfmeter raus (88.). Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Felix Wagner (74.) verkam zur Randnotiz.

RTSV: Martensen – Müller, Herzig, Beckmann (46. Bannow), Buthmann (64. Dogan) – Grbavac, Usadel, Redzepovski, Kalina (71. Yurt) – Witt, Schrum.
SR: Aust (Süderbrarup).
Zuschauer: 60.

Tore: 1:0 Usadel (19.), Bannow (52.), Wagner (74.), 3:1 Usadel (88., FE).
 

MTV Dänischenhagen – Osterrönfelder TSV 0:1 (0:0)

Als durchaus verdient bezeichnete Osterrönfelds Trainer Olaf Lehmann den knappen Sieg seiner Mannschaft. „Wir hatten einen Tick mehr Chancen“, hatte er erkannt. Während die Gastgeber ihre Möglichkeiten allesamt vergaben, schlug der OTSV in Person ihres Kapitäns Sven Dollnick eiskalt zu. Kurz nach der Pause versenkte er, wenn auch dank gütiger Mithilfe des indisponierten MTV-Torhüters Christian Leber, einen Freistoß aus gut 20 Metern im Tor. „Es war sicherlich nicht die ganz große Fußballkost, aber die drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten nehmen wir natürlich gerne mit“, so Lehmann, der trotz Platz fünf weiterhin von Punkten gegen den Abstieg spricht. Davon hat der OTSV nach sieben Partien nun zwölf gesammelt. „Das ist schon mal ein schönes Polster für die nächsten Wochen“, sagte der Coach weiter.

OTSV: Eiper – Lobeck (67. Yalcinkaya), Dollnick, Mosebach, Zapfe – Lehmann, Piotraschke (60. Hardt) – Rathjen (90. Rompca), Jahnke, Reimer – Kuklinski.

SRin: Heidenreich (TSV Dahme).

Zuschauer: 100.

Tor: 0:1 Dollnick (49.)

Rote Karte: Krasniqi (88., Unsportl., MTV)

Inter Türkspor Kiel – TuS Rotenhof 4:0 (3:0)

Der TuS Rotenhof steckt weiter im Tabellenkeller fest. Wieder einmal gelang es dem Aufsteiger nicht, von der ersten Minute an hellwach zu sein. „Da redet man sich vor dem Spiel den Mund fusselig und muss dann mit ansehen, wie die Zweikämpfe nur halbherzig angenommen werden und man jegliche Präsenz im Mittelfeld vermissen lässt“, echauffierte sich Rotenhofs Trainer Thomas Gosch über eine viel zu zahme Gangart. Hinzu kamen erneut individuelle Fehler wie beim Strafstoß, der zum 0:1 führte (12.), als Andrej Heinz die Situation nicht sauber klärte und sich anschließend nur mit einem Foul im Sechzehner zu helfen wusste. „Beim 0:2 und 0:3 schläft die Dreierkette. In der Summe alles Dinge, die man gegen eine Spitzenmannschaft am Ende nicht mehr korrigieren kann“, hegte Gosch trotz der Großchance für Tobias Skoruppa (44.) schon beim Pausenpfiff nur noch wenig Hoffnung auf einen Punktgewinn. Sein Team riss sich in der zweiten Halbzeit allerdings zusammen und war dem Gegner zumindest ebenbürtig. Aussichtsreiche Chancen für Christer Reiser (66.) und Jan-Ole Bruhns (78., 83.) taugten durchaus für eine Resultatsverbesserung, blieben aber ungenutzt.

TuS Rotenhof: Johannsen – Kohlmorgen, Wichmann (46. Jöcks), Giese, Heinz, Bienwald, Ermeling, Messer (45. Potschko), Skoruppa, Reiser, Bruhns.
SRin: Kulow (TSV Klausdorf).
Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Levent Cumur (12., FE), 2:0, 3:0 Rockefeller Konneh-Tandoh (17., 29.), 4:0 Cumur (89.)
Gelb-Rote Karte: Bienwald (82., wdh. Foul, TuS)
 

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen