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Landeszeitung

19. Oktober 2017 | 11:24 Uhr

Der „Nordörper Löw“ für Timmaspe

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Jury und Besucher waren sich einig / 170 begeisterte Zuschauer genossen den Wettstreit dreier Theatergruppen aus dem Nortorfer Land

Zum ersten Theater-Wettstreit im Nortorfer Land waren drei plattdeutsche Laienspielgruppen angetreten und fast 170 Zuschauer waren am Sonntag in die Aula der Gemeinschaftsschule Nortorf gekommen, um sich durch die Spieler begeistern zu lassen. Auf die Beine gestellt hatte die Veranstaltung der Lions Club Nortorf. „Die Idee trug ich schon länger mit mir herum“, erläuterte der Vorsitzende Ingo Hagen, „und nun ist es endlich soweit, ich bin überzeugt, es wird ein toller Nachmittag.“ Mit viel Engagement bemühten sich die drei Gruppen um den erstmals ausgelobten „Nordörper Löw“.

Die Eintrittsgelder werden für einen guten Zweck genutzt, so können sich die Grund-und weiterführenden Schulen im Amt Nortorfer Land auf Unterstützung freuen, die der Lions Club in seinen Projekten „Klasse 2000“ und „Lions-Quest“ verfolgt. Angetreten waren Laienspieler aus Gnutz, Timmaspe und Groß Vollstedt und hatten jeweils ein schönes, unterhaltsames Stück im Gepäck. Aufgeführt wurden in der Reihenfolge „Marlies wart thämt“, „Dat Speel um Jupiter“ und „Nachts sünd alle Katten grau“.

Eine Jury gab es auch, Renate Boje als Plattdeutsch-Expertin, Hans Helmut Köppe, Öllermann der Nordörper Volksgill und ehemaliger Bürgermeister von Nortorf, und Jürgen Gissel, Leiter des Kleinstadt-Theaters Nortorf. Das Publikum konnte mit Tennisbällen, die in Röhren abgelegt wurden, seinen Liebling küren. Als Prämie winkte den Bühnen ein großer Plüschlöwe, dem eine Medaille umgehängt wurde, denn auch wenn es nur einen Sieger gab: Gewonnen hatten eigentlich alle.

Und so legten sich die Schauspieler so richtig ins Zeug und trieben die Zuschauer von einer Lachsalve in die andere. Da galt es zum Beispiel, eine herrische Ehefrau zu bändigen, die Verwechslung eines Heiratskandidaten mit einem Zuchtbullen aufzuklären oder auch noch zu Omas Lebzeiten deren habgierige Erben aufzuhalten. Das überzeugend komödiantisch dargebotene Spiel trieb so manchem die Lachtränen in die Augen.

Die fast viereinhalb Stunden Dauer erforderten zwar ordentlich Sitzfleisch von den Theaterbesuchern, das konnte die Stimmung jedoch nicht trüben. „Ich finde es toll“, meinte eine der begeisterten Zuschauerinnen, „das habe ich mir schon lange gewünscht, einmal die Bühnen nebeneinander zu sehen.“

Am Ende stand dann das Ergebnis zweifelsfrei fest. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht“, sagte Gissel, „ alle haben gut gespielt und ihr Bestes gegeben.“ Und so konnte Lions-Chef Ingo Hagen schließlich verkünden: „Auf dem 1. Platz Timmaspe, gefolgt von Groß Vollstedt und Gnutz.“ Ob es eine Wiederholung geben wird, konnte noch niemand sagen, aber darauf hoffen nun alle.

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