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Der Nichtwähler: "Meine Stimme ändert nichts"

vom

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Nennen Sie mich gerne ignorant, weil ich nicht wählen gehe. Nein, ich gehe weder zur kommenden Kommunalwahl zum Ende des Monats, noch zur Bundestagswahl. Allerdings nicht aus purer Lustlosigkeit oder dem generellen Desinteresse. Ich bin einfach nur persönlich der Meinung, dass meine Stimme nichts ändert, was für mich von Belang wäre.

Auch wenn es kaltherzig klingen mag, störe ich mich nicht an der Außenpolitik oder den Einsätzen der deutschen Streitkräfte in Krisengebieten. Auch ob das Schulsystem noch geändert werden würde, ist für mich unwichtig - ich gehe in mein letztes Schuljahr.

Das mag vielleicht egoistisch klingen, doch die meisten Politiker, die Versprechungen im Wahlkampf machen, lassen diese später dann auch wieder unter den Tisch fallen. Oder es werden Koalitionen mit völlig unterschiedlichen Zielen gebildet, nur um an die Macht zu gelangen. Politiker, das ist mein Eindruck, sind auf den eigenen, zumindest aber auf den Vorteil ihrer Partei aus. Das gilt nicht nur für die Bundesebene, sondern für die Regionalparlamente. Es spielt meiner Ansicht nach keine Rolle, ob beispielsweise die Reparatur eines Schlaglochs in der Hauptstraße von der CDU oder der SPD in Auftrag gegeben wird, sondern dass der Schaden überhaupt behoben wird.

Ich möchte niemanden verärgern oder dazu motivieren, am Wahltag zu Hause zu bleiben. Ich finde es gut, dass es Leute gibt, die denken, etwas verändern zu können, und trotz mancher Enttäuschungen an ihrer Überzeugung festhalten. Nur gehöre ich nicht zu dieser Personengruppe.

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