zur Navigation springen

2. Basketball-Regionalliga : Der neue Hoffnungsträger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Devon Atkinson soll Rendsburgs Twisters zum Aufstieg in die 1. Basketball-Regionalliga führen. Der 24-jährige US-Amerikaner soll die Twisters zum Aufstieg in die 1. Basketball-Regionalliga führen. Saisonauftakt ist am 28. September.

von
erstellt am 12.Sep.2013 | 06:00 Uhr

„Hey, how’re you doing man?“ Es ist diese scheinbar angeborene Lässigkeit, die US-Amerikaner ausstrahlen und sie auf Anhieb sympathisch wirken lassen. Das gilt auch für Devon Atkinson (24), dem neuesten Hoffnungsträger der Rendsburg Twisters in der 2. Basketball-Regionalliga. Er strahlt über das ganze Gesicht beim ersten Medientermin in Rendsburg. Und das findet unter dem Wahrzeichen seiner neuen Heimat statt – der Eisenbahnhochbrücke. Aus sportlicher Sicht könnte sich Atkinson bald in die Reihe der Sehenswürdigkeiten der Region einreihen, denn auf den 24-Jährigen ruhen die Hoffnungen der Twisters, in dieser Saison den angepeilten Aufstieg zu schaffen.

Noch keine zwei Wochen ist er in Rendsburg, aber bereits binnen weniger Tage hat er Gefallen an seiner neuen Umgebung gefunden. „Es ist eine wunderschöne kleine Stadt“, sagt er und meint das nicht despektierlich. Denn auch in den USA ist längst nicht alles riesig. „Ich komme aus einer Stadt, die noch kleiner als Rendsburg ist. Von daher ist die Umstellung für mich nicht so groß“, erzählt er mit einem Lachen, das ansteckende Wirkung hat. „Er lacht oft, eigentlich immer“, hat auch sein neuer Trainer bemerkt. Bjarne Homfeldt wertet das als Zeichen, dass es ihm in Deutschland gefällt. Und der 1,85 Meter große Aufbauspieler bestätigt diesen Eindruck: „Alle hier geben sich sehr große Mühe, dass ich kein Heimweh bekomme. Besonders meine beiden Mitbewohner.“ Atkinson ist Teil einer Dreier-Wohngemeinschaft. Mitspieler Dimi Basylev und Co-Trainer Lars Nonnenmacher sollen ihm die Eingewöhnungszeit erleichtern.

Nur knapp vier Wochen Zeit bleiben Atkinson und seinem neuen Team, um sich auf dem Feld aufeinander einzustellen. Am 28. September geht es zum Saisonauftakt nach Rostock. Aber wirklich niemand im Umfeld der Twisters hegt in irgendeiner Form Zweifel, dass Atkinson zu einem, wenn nicht zu dem Topspieler der 2. Regionalliga aufsteigen wird. „Man hat bereits in den ersten Trainingseinheiten gesehen, was für eine Spielübersicht er hat“, so Homfeldt. Diese Qualität sieht auch der 24-Jährige selbst als eine seiner Stärken. „Ich kann selber punkten, aber noch viel wichtiger ist für mich, meine Mitspieler in Szene zu setzen. Ich möchte sie durch mein Spiel besser machen, denn nur als Team können wir erfolgreich sein.“ Aussagen, die seine Mitspieler gerne hören werden. Eine Neiddebatte innerhalb der Mannschaft sieht Homfeldt jedenfalls nicht, im Gegenteil: „Alle freuen sich, dass er da ist.“

Mit dem US-Import, der bis vor wenigen Monaten für die Morehead-University in Kentucky spielte, wollen die Twisters die Mission Aufstieg erfolgreich erledigen. Und die Erwartungen, dass Atkinson das fehlende Teil im Meisterschaftspuzzle sein könnte, sind groß. „Das ist kein Problem für mich. Mit diesem Druck kann ich umgehen“, sagt er mit dieser scheinbar angeborenen Gelassenheit, und fügt amerikanisch selbstbewusst hinzu: „Ich fühle mich für diese Situationen geboren.“ Gelegenheit, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, wird er reichlich bekommen. „Er wird sicherlich die meiste Spielzeit bei uns haben“, blickt Homfeldt voraus, der seine Ansprachen zukünftig in englischer Sprache abhalten wird. „Ich hoffe, dass alle anderen das auch verstehen“, sagt der Trainer augenzwinkernd.

Die Verpflichtung eines Spielers aus den USA sei kein Show-Act. „Wir hatten auf dieser Position einfach eine Lücke und durch die Unterstützung eines unserer Sponsoren konnten wir so einen Spieler wie Devon für uns gewinnen“, so Homfeldt.

Und was hat für Atkinson den Ausschlag gegeben, sich für einen Club wie die Rendsburg Twisters zu entscheiden? „Es ist eine neuer Abschnitt in meinem Leben, auch wenn es ein sehr großer Schritt für mich ist, so weit entfernt von meiner Familie. Ich bin allen Verantwortlichen dankbar, dass ich hier das machen darf, was ich liebe, nämlich Basketball zu spielen“, erklärt der US-Boy. Sein Vertrag läuft vorerst über ein Jahr. „Vielleicht bleibe ich ja auch noch länger hier.“ Bjarne Homfeldt allerdings glaubt nicht daran, dass Atkinson länger als eine Saison das Trikot der Twisters tragen wird: „Dazu ist er viel zu gut. Er hat ohne Frage das Potenzial, um einige Ligen höher zu spielen.“ In diesem Fall will sich der neue Hoffnungsträger der Rendsburger Korbjäger zumindest mit dem Titel und dem Aufstieg verabschieden – und mit einem strahlenden Lachen im Gesicht.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen