Fussball-Kreisliga : Der neue Gosch: Emotional und ehrgeizig

Thomas Gosch.
Thomas Gosch.

Der Trainer des TuS Rotenhof hat einen Änderungsprozess vollzogen. Das Ziel ist nun auch offiziell der Aufstieg.

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10. März 2014, 05:43 Uhr

Man musste sich schon verwundert die Augen reiben. Thomas Gosch (Foto) glich am Sonntag in Jevenstedt einem Rumpelstilzchen. Er dirigierte lautstark, meckerte und ordnete seine Mannschaft ungewohnt gestenreich. Der bisher eher als Stoiker in Erscheinung getretene Trainer des TuS Rotenhof hat sich verändert. Beim 1:0-Siegtreffer in Jevenstedt durch Patrick Schütt platzte die Freude aus ihm heraus. Und als die Mannschaft nach Spielende zum Jubelkreis bat, vollführte Gosch doch tatsächlich ein Siegertänzchen. Woher kommt diese Metamorphose? „Die Mannschaft hat mich gebeten, dass auch von mir in gewissen Phasen mehr von außen kommen müsste“, gesteht Rotenhofs Trainer ein. Allerdings habe auch er selbst erkannt, dass seine junge Mannschaft doch noch mehr Hilfe benötigt. Die Verlängerung seines Vertrages bis 2015 tat ihr Übriges, um in Rotenhof ein Zeichen zu setzen. Es war ein Zeichen der Kontinuität, aber zugleich auch ein Aufbruchssignal, denn das Wort Aufstieg ist beim Kreisliga-Tabellenführer kein verbotenes mehr. Gosch: „Wir haben Blut geleckt und natürlich wäre es eine tolle Sache, wenn wir aufsteigen könnten.“

Und das nach einem holprigen Auftakt, als erste Stimmen im weiteren Umfeld des Clubs schon seinen Rauswurf forderten. „Das hat mich schon geärgert und ich empfinde jetzt durchaus eine gewisse Genugtuung“, sagt der Coach erfrischend ehrlich. Er macht Spaß, dieser neue Thomas Gosch.

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