Fussball : Der Nächste bitte! Hardt nicht mehr Liga-Trainer des Büdelsdorfer TSV

Rückzug: Henning Hardt.
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Rückzug: Henning Hardt.

Beim Verbandsligisten kehrt einfach keine Ruhe ein.

shz.de von
01. November 2013, 18:19 Uhr

Ist es nun eine Tragödie oder eine Komödie! Die Bezeichnung „FC Hollywood“, die bisweilen für die Umschreibung der Verhältnisse beim FC Bayern München benutzt wird, reicht beim Fußball-Verbandsligisten Büdelsdorfer TSV spätestens seit dieser Woche nicht mehr aus. Nach Michael Rohwedder (im Sommer) und Frank Kock (vor sechs Wochen) ist nun auch Henning Hardt als Trainer der Verbandsliga-Mannschaft zurückgetreten. Noch am Donnerstag hatte er der Landeszeitung ein Interview gegeben, in dem er die mangelhafte Einstellung seines Teams scharf kritisierte: „Jeder gibt nicht alles für den Erfolg“, ließ er sich zitieren. Die Niederlagenserie von fünf Spielen in Folge ohne Punkt aber sei nicht der Grund für den Rückzug. „Durch die Doppelbelastung aus Betreuung der A-Junioren und coachen der momentan erfolglosen Liga-Mannschaft stieß er zusehends an seine Grenzen“, erklärt Fußball-Obmann Rolf Bannas, der vollstes Verständnis für Hardts Entscheidung hat. Bis auf Weiteres stehen jetzt Co-Trainer Dennis Schwarz und auch Bannas selbst der Seitenlinie. Erstmals wieder im richtungsweisenden Auswärtsspiel beim TSV Kronshagen (heute, 14 Uhr). „Treten wir als verschworene Einheit auf, werden wir was Zählbares mitnehmen und vielleicht sogar eine positive Serie starten“, glaubt Bannas. Man darf auf die Reaktion der Mannschaft gespannt sein, denn es sind Sätze, die bereits sein Vorgänger, am Ende ohne Erfolg, immer wieder gepredigt hat.

Beim Rendsburger TSV ist der Blick auf die Tabelle ein ganz anderer. Der Spitzenreiter erwartet heute Inter Türkspor Kiel (14 Uhr) und will seine Position selbstverständlich mit einem weiteren Sieg manifestieren. Aber völlig sorgenfrei ist auch RTSV-Trainer Christian Heider nicht, der gegen die Kieler seine Saisonpremiere auf dem Feld feiern könnte. Angesichts massiver Ausfälle wird sein Name auf Spielberichtsbogen auftauchen. „In den letzten Trainingseinheiten habe ich fast voll mittrainiert. Das könnte für einen Einsatz im Notfall reichen“, erklärt der 41-Jährige. Gegen die spielstarken Kieler setzt Heider angesichts der personellen Lage auf eine Trotzreaktion. „Wir werden uns nur behaupten können, wenn wir als Mannschaft enger zusammenrücken“, meint Heider und vertraut dabei besonders auf Marco Müller, Max Lehmann, Yannik Herzig, Jannik Heider und Mannschaftskapitän Mustafa Korkmaz. „Das sind Spieler, die immer alles geben. Solche Typen brauchen wir in unserer gegenwärtigen Lage. Sie müssen jetzt voran gehen“, sagt Heider.

Auf eine Ende der Leidenszeit hoffen Olaf Lehmann und sein Osterrönfelder TSV. Heute um 14 Uhr erfolgt der Anpfiff zum absoluten Kellerduell beim Gettorfer SC. Aber trotz der sechs Spiele ohne Sieg mit nur einem Punkt in diesem Zeitraum ist der OTSV-Coach weit davon entfernt die Partie zu einem Endspiel hochzustilisieren: „Keine Frage ist die Lage nicht schön. Schließlich stehen wir auf einem Abstiegsplatz.“ Einen Sieg gegen den unmittelbaren Konkurrenten will er aber dennoch nicht zu Pflicht erklären. „Natürlich sollten wir langsam mal wieder drei Punkte holen und das ist in Gettorf auch unser Ziel, aber selbst in einem anderen Fall ist doch noch nichts entschieden. Es ist nie aussichtslos“, sagt Lehmann, den Unwägbarkeiten trotzend. Das rettenden Ufer aber könnte sich im Falle einer Niederlage weiter vom OTSV entfernen und so hofft der Coach, dass seine Elf die beiden größten Mankos abstellt. Bei den letzten Siegen gegen Plön und Suchsdorf jedenfalls machte das Team wenige individuelle Fehler und präsentierte sich in der Offensive durchschlagskräftig. Gelingt das auch in Gettorf, könnten die Osterrönfelder den Befreiungsschlag landen. Ob aber überhaupt gespielt werden kann, wird sich erst heute nach einer Platzbegehung am Morgen entscheiden. Die kräftigen Regenfälle der letzten Tage haben dem Rasen doch arg zugesetzt. So hat die Stadt Eckernförde bereits am Freitag alle Plätze für das gesamte Wochenende gesperrt und auch am Rendsburger Nobiskrug ist eine Absage nicht unwahrscheinlich.

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