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Landeszeitung

23. November 2017 | 23:20 Uhr

Der Nachwuchs darf Segel setzen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit der gestrigen Eröffnung geht das Camp 24/7 in seine neue Saison / Die Einrichtung liefert seit der Gründung 2003 eine Erfolgsgeschichte

Es geht wieder aufs Wasser. Gestern öffnete das Camp 24/7 an der Kiellinie, damit hat die Segelsaison für den Nachwuchs offiziell begonnen. In der 15. Saison ist die Unterstützung für dieses deutschlandweit einmalige Projekt auf mittlerweile 90 Sponsoren angewachsen, angeführt von den Kieler Stadtwerken. Diese Rückenstärkung ermöglicht nicht nur ein umfangreiches Angebot an Segelkursen, sondern auch an Attraktionen an Land. Beach-Volleyball, Segelsimulator, Tischkicker und etliche Sonderveranstaltungen machen das Camp 24/7 von Jahr zu Jahr attraktiver.

Stadtpräsident Hans-Werner Tovar wurde in seiner kleinen Begrüßungsrede geradezu philosophisch. Er schwärmte davon, dass man von See aus eine neue Sicht auf Kiel genießen könne. Und überhaupt sei es gut für junge wie ältere Menschen, wenn sie die Dinge mal von einer anderen Warte aus betrachten könnten. Zweiter positiver Effekt ist laut Tovar die Geschlossenheit an Bord der Jollen und Kutter. Dort zeige sich die mannschaftliche Stärke. Der Stadtpräsident verwies zugleich auf die aktuelle Kampagne der Stadt, die mit dem Bau des neuen Sport- und Freizeitbades an der Hörn einhergeht: Jedes Kind soll schwimmen lernen! Das sei für eine Stadt, die sich „Sailing City“ nennt, auch unerlässlich.

Frank Meier nahm als Vorstandschef der Kieler Stadtwerke die Worte seines Vorredners auf. Er erinnerte an die Kernbotschaft, die das Camp 24/7 seit 2003 verfolgt: Jedes Kind soll segeln lernen! So gibt es auch Kurse für sozial benachteiligte Familien aus dem Haus Blauer Elefant des Kinderschutzbundes. Uwe Wenger von Kiel-Marketing verwies schließlich auf den okönomischen Aspekt. Einrichtungen wie das Segelcamp an der Kieler Förde steigern die Attraktivität Kiels und sorgen dafür, dass die Stadt mittlerweile zu den Top 10 der deutschen Städtereisen gehört.

Das Angebot in der Saison 2017 umfasst mehr als 30 Schnupperkurse auf Optimisten, Jollen, Yachten und Kuttern für Kinder, Schulklassen und Familien. Auch Menschen mit Behinderung sind eingeladen, den Wassersport auszuprobieren. Neu in diesem Jahr sind dreitägige Schnupperkurse auf den Jollen und zudem Angebote im sogenannten Stand-up-Paddling – eine Sportart, bei der Ungeübte mit wiederholtem Bad in der Förde rechnen müssen. Es gibt Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene, Touren und sogar Fitnesskurse auf SUP-Brettern.

Zur Eröffnung von Camp 24/7 kamen gestern wieder die Mädchen und Jungen der Friedrich-Junge-Grundschule an die Kiellinie. Begleitet von ihrer Lehrerin Claudia Schulz-Giese und der Schulleiterin Katharina Bruhn bedankten sie sich bei den Organisatoren mit einem Lied von Matthias Meyer-Göllner. Dort heißt es: „1000 Segel auf der Kieler Förde / 1000 Optimisten kreuzen hart am Wind.“ Und auch das langfristige Ziel der Einrichtung wird im Lied deutlich: „Marek träumt schon von Olympia.“

Der Segel-Unterricht an der Kiellinie ist mittlerweile fester Bestandteil des Unterrichts geworden, jährlich nehmen 80 bis 100 Kinder der Friedrich-Junge-Grundschule daran teil. Und selbst im Winter läuft an der Schule eine eigene Segel-AG. Nach den Worten von Claudia Schulz-Giese und Katharina Bruhn ist die Begeisterung bei den Kindern und ihren Eltern riesig. Von Vorteil ist zudem, dass ein Bus der KVG den Nachwuchs von der Schule zur Kiellinie und wieder zurück bringt. Das Lob der beiden Pädagoginnen ist einhellig: „Das ist hier alles fantastisch organisiert.“  

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Von Freitag bis Sonntag, 12. bis 14. Mai, laufen kostenlose Segelangebote für die Familie: Tel. 0431 / 240 00 70. Weitere Infos zum Camp 24/7 gibt es im Internet und unter Tel. 0431 / 901  -  25  73.

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