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Handball-Oberliga : Der Meister-Sekt steht noch im Supermarkt-Regal

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Sieben Spieltage vor Saisonende befinden sich die Handballerinnen der HSG Kropp/Tetenhusen stramm auf Meisterkurs.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2014 | 06:21 Uhr

Am Sonnabend schüttelte die dominierende Mannschaft der Oberliga einen ihrer vier Verfolger endgültig ab. Die HSG bezwang den ATSV Stockelsdorf vor mehr als 150 Zuschauern in der Geestlandhalle mit 29:24 (15:13). Das Publikum scheint die guten Leistungen der Kropper Handball-Mädels zu honorieren. „Die Atmosphäre war eines Spitzenspiels würdig. Es war richtig laut in der Halle“, sagte Trainer Dirk Schlegel.

Von einer Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft will er jedoch nichts wissen. Der Sekt steht noch im Supermarkt-Regal. „Vierzehn Punkte sind noch zu vergeben. Unser Vorsprung kann ganz schnell schmelzen. Es brauchen sich nur ein paar Spielerinnen zu verletzen“, drückt der Coach auf die Euphoriebremse – obwohl alles nach Plan verläuft. Die Jäger des Tabellenführers treffen im restlichen Saisonverlauf teilweise noch aufeinander, nehmen sich gegenseitig die Zähler ab. Sechs Punkte beträgt derzeit das Polster auf den TSV Ellerbek, auf den ATSV jetzt schon acht.

Die Stockelsdorferinnen ergaben sich allerdings nicht kampflos. Zur Pause führte die HSG nur 15:13. Erst nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gastgeberinnen ab. Grund dafür war ein genialer Schachzug des Trainergespanns Schlegel/Leptien. Ihre Entscheidung, die Stockelsdorfer Toptorschützin Anja Krönert erst nach Wiederanpfiff in eine kurze Deckung zu nehmen, ging voll auf. „Wir sind erst in der zweiten Halbzeit in eine Manndeckung gegangen, damit sich der Gegner nicht in der Pause darauf einstellen kann“, erklärte Schlegel die taktische Maßnahme. Zwischenzeitlich führte seine Mannschaft mit sieben Toren Unterschied (23:16). Doch dann kehrte der Schlendrian zurück ins Kropper Spiel. Etliche gute Einwurfchancen, darunter auch zwei Siebenmeter, wurden vergeben. Die Gäste rochen Morgenluft, als sie auf zwei Tore (26:24) verkürzten. „Wir haben zu viele Bälle weggegeben. Dass es nochmal eng wurde, war nicht die Stärke des Gegners, sondern unsere Schwäche“, ärgerte sich Schlegel. Letztlich bewiesen seine Spielerinnen Nervenstärke und brachten den Sieg nach Hause. „Wir hätten höher gewinnen müssen“, resümierte der Trainer. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung wollte er nur Kreisläuferin Caja Lübker hervorheben. „Sie ist sehr fleißig im Training und hat ein super Spiel gemacht.“

HSG Kropp/Tetenhusen: Maelzer, Cornehl – Pahl (1), Jörgensen (3), Paul (4), Seidel (9/5), Ohm (1), Krück (6), Kösling, Jöns, Lübker (2), Rohwer (3).

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