Der Kameramann und die "Akte Golgatha"

 Sönke Hansen.
Sönke Hansen.

shz.de von
06. November 2010, 03:59 Uhr

Rendsburg | Spannend und mysteriös soll es morgen bei RTL werden. Der Privatsender zeigt um 20.15 Uhr in einer Erstausstrahlung seinen Film "Akte Golgatha". Die Kamera bei diesem Action-Abenteuer, das an internationalen Schauplätzen gedreht wurde, führte ein gebürtiger Rendsburger: Sönke Hansen.

Der erfolgreiche Kameramann wohnt mittlerweile in der Medienmetropole Berlin. Doch die Eltern des weltweit arbeitenden Director of photography leben noch in Rendsburg. Sie erinnern sich, dass sich der Sohn schon früh als Jugendlicher auf seinen Traumberuf festlegte. Sein Ziel erreichte Sönke Hansen nach einer Ausbildung als Kameraassistent bei der Firma "Markenfilm Production" und einem anschließenden Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam. Schon sein Abschlussfilm 1995 wurde preisgekrönt.

Seither verlief die Karriere des Nordlichts steil bergauf. Sönke Hansen war unter anderem als Kameramann bei Roman Polanskis Film "Der Pianist" sowie bei der Produktion "Operation Walküre" mit Tom Cruise über das Stauffenberg-Attentat beteiligt. Auch mit Detlev Buck und Wim Wenders hat der ehemalige Schüler der Rendsburger Altstadt-Schule schon gearbeitet. Außerdem stand der Norddeutsche bei TV-Serien wie "Lasko" und bei Werbefilmen für Adidas, BMW, Ikea, Mercedes Benz, McDonalds und Siemens hinter der Kamera.

In der "Akte Golgatha" hat Sönke Hansen ebenfalls seine Handschrift hinterlassen. In der Verfilmung des Romans von Philipp Vandenberg wird eine Vatikan-Verschwörung aufgedeckt. Die Bücher des Schriftstellers wurden weltweit in 33 Sprachen übersetzt und rund 21 Millionen Mal verkauft.

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