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Die Saison beginnt : Der erste Spargel aus Aukrug-Bünzen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kunden konnten den Saisonbeginn kaum noch erwarten. Das Spargelfest wird am 31.Mai mit Open-Air-Gottesdienst gefeiert.

Genau eine Woche später als im vergangenen Jahr hat jetzt in Aukrug-Bünzen die neue Spargelsaison begonnen. Ab sofort kann sich die Kundschaft in den Hofläden der Bünzer Direktvermarktungsbetriebe wieder mit dem „königlichen Gemüse“ eindecken. Vom Termin her ist es ein ganz normaler Saisonbeginn, meint Spargelbauer Johann Holm und definiert, was er unter „normal“ versteht: „1. Mai plus minus eine Woche“. Zum Vergleich: 2013 begann die Saison in Aukrug-Bünzen nach einem langen Winter erst am 5. Mai, 2014 bereits am 22. April. Die kühlen Nächte haben das Wachstum des Spargels gebremst und verhindert, dass man so früh wie im vergangenen Jahr loslegen konnte. „Anfang der Woche hatten wir nachts noch -3,5 Grad“, berichtet Holm, „wir haben in der Natur den ganz normalen Entwicklungsstand, und nun geht’s los.“

Die Kundschaft kann’s kaum noch abwarten. „Die Leute sind richtig heiß auf Spargel“, hat der Bünzer festgestellt, „bei uns ist das Telefon schon heiß geklingelt, aber bis jetzt haben wir die Kunden immer vertrösten müssen.“ Dafür dass einige Spargelfreunde schon mit Entzugserscheinungen vergleichbare Symptome zeigen, gibt es eine Erklärung: Wegen des frühen Saisonbeginns endete die Erntezeit 2014 bereits am 15. Juni (statt zu Johanni am 24. Juni), und in diesem Jahr startet die Saison etwas später – also haben Spargelfans von Saisonende 2014 bis Saisonneubeginn 2015 knapp drei Wochen länger als gewohnt ohne Spargel auskommen müssen. Im Gegenzug konnte der Spargel drei Wochen länger als üblich regenerieren. „Darum können wir in diesem Jahr auch mit gutem Gewissen bis Johanni durchstehen“, vermerkt Gerd Looft-Böttiger, der in diesem Jahr erntetechnisch neue Wege geht: „Ich hab den Spargel 26 Jahre lang ohne Folie angebaut, aber jetzt verlegen die Helfer von Johann Holm zum ersten Mal auch bei mir schwarze Folie auf den Spargeldämmen.“ Die Vorteile dieser Anbautechnik haben nun auch Looft-Böttiger überzeugt: „Die Folie hält die Wärme in den Dämmen, schützt sie vor Regen und dem damit verbundenen Auskühlen, und man hat auch keine Probleme mehr mit Unkraut.“ Wie muss das Wetter werden, damit es eine ertragreiche Erntezeit wird? „Warm, aber nicht zu heiß“, sagt Holm, „am Tag 20 Grad und Sonne, nachts nicht kälter als zehn Grad.“ „Wegen des Mindestlohns wird der Spargel allgemein in diesem Jahr etwas teurer sein“, kündigt Holm an.

Doris und Karl-Heinz Seim aus Wapelfeld gehörten gestern zu den ersten Kunden, die sich im Hofladen des Spargelhofs Holm mit königlichem Gemüse eindeckten, und auch Michael Kulas sicherte sich einen großen Korb voll Spargel. „Der Aukruger Spargel ist ja unser großer Trumpf in der Region“, betonte der Chef des Hohenwestedter „Landhauses“, in dem jetzt auch die Spargelsaison begonnen hat, „frischeren Spargel gibt’s nirgends und besseren auch nicht.“

Am 31. Mai wird in Bünzen ein großes Spargelfest mit Open-Air-Gottesdienst, Hubschrauberrundflügen und einem Treffen von Produkt-Königinnen aus ganz Schleswig-Holstein gefeiert. „Aukruger Vereine, die sich noch in irgendeiner Form an dem Spargelfest beteiligen wollen, können sich gern bei uns melden“, sagten Holm (Telefon 04873/9185) und Looft-Böttiger (04873/292), „und bei uns gibt’s auch noch Karten für Hubschrauberrundflüge.“

 

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