Eröffnung : „Der digitale Mensch erfreut sich großer Beliebtheit“

Beim Schnecken-Experiment schauten auch Schulleiter Holger Jahn (li.) und Bürgermeister Pierre Gilgenast gespannt zu.
Beim Schnecken-Experiment schauten auch Schulleiter Holger Jahn (li.) und Bürgermeister Pierre Gilgenast gespannt zu.

Seit gestern sind vier moderne Fachräume an der Christian-Timm-Schule in Betrieb. Das Projekt kostete 565 000 Euro. Der Biologieunterricht findet mit einem neuen Computerprogramm statt.

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09. Juli 2014, 06:00 Uhr

„Heute ist ein toller Tag für unsere Schule“, verkündete Holger Jahn. Für den Leiter der Christian-Timm-Schule (CTR) war es gestern nach Monaten der Planung, Organisation und Handwerksarbeiten endlich soweit: Gleich vier neue Fachräume für die Fächer Biologie, Chemie, Physik und Naturwissenschaften (NaWi) wurden offiziell in Betrieb genommen.

Schulleiter Jahn bedankte sich in seinem Grußwort bei allen Beteiligten und betonte die große Bedeutung der neuen Räumlichkeiten für seine Schule und deren Schülerschaft. „Wir haben uns der Weiterentwicklung der naturwissenschaftlichen Ausbildung verschrieben. Die neuen Räume sind dabei ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung.“

Das 565 000 Euro teure Projekt wurde von der Stadt finanziert und umfasste die Renovierung sowie den Umbau der Fachräume, die zudem hochmodernes Equipment erhielten. Dazu gehören auch Smartboards wie in der Biologie, die es den Kindern ermöglichen, den menschlichen Körper mit Hilfe eines entsprechenden Computer-Programms völlig neu und in digitaler Brillanz zu entdecken. Das obligatorische Skelett zur Anschauung wird nun kaum noch benötigt.

Auch Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast berichtete von dem sichtbaren Erfolg der Erneuerungsarbeiten und sprach von „gut angelegtem Geld“. Die Bauarbeiten hatten im Oktober des vergangenen Jahres begonnen und waren kurz nach den Osterferien vollendet worden. Die Einrichtung und Justierung der Geräte nahm dann die vergangenen Wochen in Anspruch.

Gestern hatten die Kinder gemeinsam mit ihren Fachlehrern zu Anschauungszwecken kleine Experimente in den einzelnen Räumen aufgebaut. In der Chemie gab es „Runge-Bilder“ zu bestaunen. Sie entstehen wie von Zauberhand durch das Zusammenwirken von Salzlösungen und Löschpapier. In der Biologie wurden die Geschmacksnerven von Schnecken getestet. Auch menschliche Nervenzellen konnten unter dem Mikroskop näher betrachtet werden.

Biologie-Lehrerin Regina Hofelmeier, die sich in der Planungsgruppe für das Projekt engagiert hatte, erzählte begeistert von den Neuerungen in den Räumlichkeiten und berichtete, wie gut jene auch bei den Schülern ankämen: „Wir haben beispielsweise am Lehrerpult nun eine kleine Kamera angebracht, die direkt mit dem Smartboard verbunden ist.“ Bei Experimenten sei es den Kindern auf diese Weise aus der Ferne möglich, alles genauestens zu verfolgen. „Unser digitaler Mensch erfreut sich großer Beliebtheit“, sagte sie lachend. Die Schüler seien von ihm völlig fasziniert.

Für die zwölfjährige Michelle und ihren gleichaltrigen Mitschüler Daniel war es ein besonderer Tag. Nicht nur bedankten sie sich bei den geladenen Gästen im Namen ihrer Mitschüler mit einer kleinen Rede, sondern sie führten auch die Besucher umher und erklärten einige der Experimente. „Die neuen Räume sind wirklich viel besser als die alten. Da macht Lernen richtig Spaß“, sagten die beiden stolz.

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