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Schnee und Eis : Der bisher größte Wintereinsatz

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Für den Winterdienst in Rendsburg war es der bislang arbeitsreichste Tag dieses Winters. Das große Schnee- und Glättechaos blieb allerdings aus. Im Stadtgebiet gab es kaum Unfälle.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 06:00 Uhr

„Durch den Schneefall war es für den Winterdienst in Rendsburg der bisher arbeitsreichste Tag dieses Winters“, sagte Niels Faust gestern Mittag. Der Betriebsleiter im Umwelt- und Technikhof (UTH) füllte noch kurz bei einem der Lkw das Streusalz nach, währenddessen saßen die Kollegen vom Winterdienst in der Mittagspause oder hatten schon Feierabend. Und den hatten sie sich auch redlich verdient. Denn dass bereits am frühen Nachmittag zumindest auf den Straßen und Radwegen kaum noch etwas von dem Wintereinbruch zu sehen war, dafür hatten rund 20 Mitarbeiter seit 4.30 Uhr morgens gesorgt. „Den Rest erledigt für heute die Sonne“, sagte Faust.

Kaum nennenswerte Vorfälle hatte die Rendsburger Polizei in Sachen Verkehr zu vermelden. Lediglich im Klinter Weg rutschte gegen 7.30 Uhr ein Wagen in einen parkenden Pkw, es entstand nur geringer Sachschaden.

Für den Rendsburger Winterdienst ist die kalte Jahreszeit bisher relativ entspannt verlaufen. Dennoch wird jeden Morgen ein Mitarbeiter gegen 4 Uhr auf eine Kontrollrunde geschickt. „Stellt er Glätte fest, dann wird Alarm ausgelöst und die Telefonkette geht los“, erklärte UTH-Betriebsleiter Faust. Zuerst würden die Fahrer der großen Fahrzeuge, dann die der Schmalspurfahrzeuge für die Räumung der rund 50 Radweg-Kilometer und zuletzt die Mitarbeiter der Handkolonnen in Bereitschaft versetzt. Das war bis jetzt erst selten der Fall. „Wir sind mit 450 Tonnen Streusalz in den Winter gestartet und haben nur wenig verbraucht“, sagte Faust. Die Füße legen die UTH-Mitarbeiter aber keineswegs hoch. Faust: „Wenn der Winter uns jetzt in Ruhe lässt, dann kümmern wir uns wieder vermehrt um die Sturmschäden. Langweilig wird es bestimmt nicht.“

Nur wenig Andrang herrscht derzeit in der Notschlafstelle der Diakonie Rendsburg-Eckernförde in der Materialhofstraße 7. „Im Moment sind auf der Männerseite nur drei Plätze belegt“, berichtet Claudia Clark, Sozialpädagogin bei der Diakonie, die Nachfrage sei auch in den letzten Jahren erst größer geworden, wenn der Winter über eine längere Zeit an Härte zunimmt. Insgesamt finden in der Notschlafstelle maximal sieben Männer und drei Frauen eine Unterkunft für die Nacht. Den Schlüssel geben Beamte von der Polizeistation in der Moltkestraße zwischen 16 und ungefähr 22 Uhr aus. Einen morgendlichen Kaffee sowie eine warme Mittagsmahlzeit gibt es werktags in der Bahnhofsmission beziehungsweise bei der Tafel.

Die weiße Pracht hatte sich gestern fast überall in graubraunen Matsch verwandelt. Das große Schnee-Chaos blieb also aus. Eine echte Winter-Idylle suchte man aber ebenfalls weitgehend vergebens.

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