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Tag der Glühbirne : Dem Kunden geht ein Licht auf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Heute vor 135 Jahren brannte die erste Glühbirne. Stromfresser werden im Baumarkt nur noch vereinzelt nachgefragt.

Die Glühbirne hat Geburtstag. Heute vor 135 Jahren, am 21. Oktober 1879, gelang dem amerikanischen Erfinder Thomas Alva Edison erstmals der Dauerbetrieb einer elektrischen Glühbirne. Mehr als 40 Stunden lang hatte die Leuchte geglüht. Damit begann der Siegeszug um die ganze Welt. In Milliarden von Haushalten sorgte die Edison-Erfindung für sichere Kellertreppen und gemütliches Licht im Wohnzimmer. Doch seit dem 1. September 2009 werden in der Europäischen Union Glühbirnen schrittweise vom Markt genommen, um Energie zu sparen und so etwas für den Klimaschutz zu tun . Nachdem zuerst die 100-, die 75- und die 60-Watt-Birnen weichen mussten, schlug 2012 das letzte Stündchen für die 40- und die 25-Watt-Version. Die Herstellung in der EU ist seitdem verboten. Lagerbestände konnten jedoch weiterhin verkauft werden. Es war ein Abschied auf Raten – und doch wollen es manche Verbraucher immer noch nicht wahrhaben.

Nach wie vor kommen Kunden in die Fachgeschäfte, um nach der alten Glühbirne zu fragen. „Die Nachfrage lässt aber immer mehr nach“, stellt Nadine Todt vom Hagebaumarkt in Rendsburg fest. Wenn jemand mit seiner defekten Glühbirne nach Ersatz frage, informiere sie ihn über die verschiedenen neuen Leuchtmitteltypen, erklärt die Fachverkäuferin. Angeboten werden Energiesparlampen, Halogenlampen oder Leuchtdioden (LED).

Seit mehr als einem Jahr werden im Hagebaumarkt keine der klassischen Glühbirnen mit dem markanten Wolframfaden in der Mitte mehr verkauft. „Und die Leute haben sich daran gewöhnt“, berichtet Nadine Todt. Allerdings komme es ab und zu noch einmal vor, dass vor allem ältere Kunden nach den vertrauten Glühbirnen fragten. „Aber wenn sie dann verstehen, dass sie mit den neuen und energiesparenden Lampen auf Dauer Geld sparen, fällt ihnen die Entscheidung leicht.“ Die Investition in die modernere Technik zahle sich schnell aus.

Kai Boyens, Obermeister der Elektroinnung Rendsburg, machte deutlich, dass die alten Glühbirnen „nicht mehr auf legalem Weg“ zu beziehen seien. In Restpostenmärkten würden gelegentlich welche angeboten, die im Ausland hergestellt wurden. Auch im Internet würden diese Birnen gehandelt. Und Boyens berichtete von einer neuen Verkaufsmasche: „Es werden für teures Geld ,Retro-Glühbirnen‘ angeboten.“

 

 

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