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Talk im Bürgersaal Büdelsdorf : Dellings Heimspiel vor vollen Rängen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Erster sh:z-Talk in Büdelsdorf. Amüsanter WM-Rückblick mit Fernsehmoderator Gerhard Delling und Kabarettist Hans Scheibner.

shz.de von
erstellt am 07.Nov.2014 | 09:34 Uhr

Gerhard Delling ist ein Optimist. Er war vor der WM davon ausgegangen, dass es die deutsche Nationalelf in Brasilien „mindestens ins Halbfinale“ schafft, er ist sich sicher, dass Löws Team bei der kommenden EM um den Titel mitspielt – und er hofft noch immer, dass Büdelsdorf irgendwann eine bundesliga-taugliche Mannschaft hervorbringt. Wer so etwas sagt, hat alle Sympathien auf seiner Seite. So war es auch gestern beim ersten sh:z-Talk. Weit über 200 Zuhörer waren dabei, als Moderator und sh:z-Sportchef Jürgen Muhl mit dem ARD-Fußballexperten Delling und dem Kabarettisten Hans Scheibner im Bürgersaal in Büdelsdorf über die wichtigste Nebensache der Welt sprach.

Die Show war auf Kurzweiligkeit ausgelegt. Zunächst amüsierten Scheibner, seine Frau Petra und seine Tochter Raffaela mit Anekdoten und Liedern über Fußball-Verrückte, anschließend ließ Jürgen Muhl mit Gerhard Delling die WM Revue passieren. Sämtliche Tore der deutschen Mannschaft flimmerten über eine Leinwand. Als Mario Götzes entscheidendes Tor im Finale gegen Argentinien gezeigt wurde, brandete Jubel auf. Die Büdelsdorfer applaudierten, als sei die WM erst vorgestern zu Ende gegangen.

Delling plauderte aus dem Nähkästchen, berichtete von den strengen Fifa-Regeln, die für Interviews direkt nach dem Spiel gelten: „Ein ganz enger Zeitkorridor stand uns Journalisten zur Verfügung. Nach einigen Fragen tippte man uns auf den Arm.“ Wer dann nicht umgehend das Interview beendete, bekam nie wieder eins. Oder die Geschichte von Mario Götze, der sich erst mit seinem Tor im Finale unsterblich machte, aber vorher kaum überzeugen konnte. Delling: „Was in Deutschland gar nicht so bekannt war: Götze hatte das Gefühl, nicht ganz fit zu sein.“ Um diese Schwäche auszumerzen, habe der Fußballer Trainingsläufe am Strand absolviert. Doch das sei kontraproduktiv gewesen, so Delling. Götze habe daraufhin Muskelprobleme gehabt.

Es gab aber auch kuriose Momente, wie die Szene, als ein Kollege plötzlich einen Original-WM-Ball in Händen hielt. Er hatte ihn aus dem Stadion stibitzt. Delling nahm den Ball an sich. Am Ende wurde das runde Leder für einen guten Zweck versteigert. Erlös: 14000 Euro für die Uwe-Seeler-Stiftung.

Am Ende des kurzweiligen Abends – kurz vor 21 Uhr – war Dellings Unterschrift gefragt. Etliche Gäste erwarben das von dem Fernsehmoderator herausgegebene und vom sh:z und dem Ellert & Richter Verlag produzierte Buch „WM 2014“ und baten um ein Autogramm. Jürgen Muhl: „Das ist das beste aller WM-Bücher.“

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