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Breiholter Geschichten : De Geschicht vun Schwester Gertrud un den Blinddarm

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

En unglaubliche Geschicht’ vun en ganz spezielle Doktor.

Palmsünndag 2014 starv in Hamdörp een beroopen Persönlichkeit. No’n Kreg weer dörch de veelen Flüchtlinge de Inwohnertahl doppelt so hoch as hüüt. Dorüm geev dat in Hamdörp in de 50er Johrn twee Doktors. Dr. Renfranz wahn in Richtung Rendsborg. Dr. Herr praktizeer in den „Schützenhof“, Richtung Breiholt. Blang de normale Arbeit opereer Dr. Herr, een Schöler vun den berühmten Professor Sauerbruch, in een Nebenstuuv vun den Kroog ok Blinddarmentzündungen, Liestenbreken und neih afschneene Finger weller an. Ok veele Brüche hett he schient un ingipst. Dorbi güng em Schwester Gertrud to Hand.

Sien Meisterstück awer weer, dat he sik sülben den Blinddarm in halfsitten Posititon vör een Standspeegel rutnehm, wiel he „so veel Vertruun“ to sien Rendsborger Kollegen harr. De Meldung vun düsse Sensatschon güng in ganz Düütschland dörch de Presse.

Schwester Gertrud, die em bi düsse Operatschon as jümmers assistierte, vertell den hütigen Hamdörper Doktor Ulrich Hänsel, dat de ganz Akschon een lütt beeten anners, as in de Presse dorstellt, aflopen is: „As Dr. Herr den Wurmfortsatz wegschneen harr, seil he af. Ik heff em denn de Been hochleggt un de Wunn as jümmers schichtwies verslooten. Lütten Oogenblick looter wor de Doktor wedder waken, bekeek sick den Verband und steek sick een Zigarr’ an. Darno güng he to Bett un hett an annern Morgen sien Spreekstünn afholn.“

Üm 1960 trook Dr. Herr no’n Schwarzwald. Schwester Gertrud arbeits noch veele Johrn bei den Tähndoktor Clausen in Hamdörp. An 14. April is se in dat Huus, wo se vör meist 93 Johr boorn weer, friedlich insloppen.

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