Rendsburg : Datenklau: Polizei warnt vor Hackern

Vorsicht vor Programmen aus dem Internet: Es könnte Schadsoftware sein, die es Kriminellen ermöglicht, die Kontrolle über den Rechner zu übernehmen.

Vorsicht vor Programmen aus dem Internet: Es könnte Schadsoftware sein, die es Kriminellen ermöglicht, die Kontrolle über den Rechner zu übernehmen.

Mit einer Spionage-Software wollten Kriminelle die Steuerung fremder Rechner übernehmen – fünf Bürger wurden misstrauisch.

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14. September 2018, 16:16 Uhr

Hacker greifen nicht nur die Computer von Behörden und Unternehmen an. In Rendsburg und Eckernförde nahmen die Täter jetzt fünf Privatleute ins Visier, um deren Rechner auszuspähen. Dabei versuchten sie zuvor, sich das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen. Doch die wurden misstrauisch.

Wie die Polizei gestern mitteilte, gaben sich die Kriminellen am Telefon als Mitarbeiter des Softwareherstellers Microsoft aus. Sie gaukelten vor, dass die Rechner der Angerufenen von Virenprogrammen verseucht sind beziehungsweise eine technische Störung vorliegt. Um diese zu beseitigen, musste angeblich nur ein kleines Programm aus dem Internet heruntergeladen werden.

Die Angerufenen fielen darauf jedoch nicht herein. Hätten sie das Programm auf ihrem Rechner installiert, wäre laut Polizeibericht ein sogenannter „Remotezugriff“ auf den Rechner möglich gewesen. Das bedeutet: Die Täter hätten sich eigenständig und unabhängig von dem Besitzer des Computers alle gespeicherten Dateien ansehen können. „Das Ziel ist ausschließlich, Daten auszuspähen und Geldzahlungen zu veranlassen“, so die Polizei.

Auf den Telefondisplays tauchten bei den Anrufen ausländische Nummern auf. Allerdings kann die Spur meist nicht zurückverfolgt werden, da auch die angezeigten Nummern von den Tätern manipuliert werden.

Mögliche weitere Betroffene werden gebeten sich bei der Polizei zu melden (Tel. 0 43 31/208 450).

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