zur Navigation springen

Handball : „Das wird eine ganz enge Kiste“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In den Aufstiegsspielen zur Handball-Oberliga der Männer trifft die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg auf den TuS Esingen. Die Landeszeitung hat Esingens Trainer Jan-Henning Himborm vor dem Hinspiel zum Interview gebeten.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2015 | 06:00 Uhr

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg oder doch TuS Esingen – wer steigt in die Handball-Oberliga der Männer auf? In Hin- und Rückspiel wird sich zeigen, ob der Vizemeister der SH-Liga oder der Vizemeister der Hamburg-Liga dem TuS Lübeck und AMTV Hamburg in die vierthöchste Spielklasse folgen. Vor dem ersten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften heute um 16.45 Uhr in der Westerrönfelder Heidesandhalle hat die Landeszeitung Esingens Trainer Jan-Henning Himborn zum Interview gebeten.

Herr Himborn, wie überrascht sind Sie, dass der Gegner in den Aufstiegsspielen nicht TuS Lübeck, sondern HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg heißt?

Das hat mich schon ein bisschen gewundert. Ich hätte nicht erwartet, dass sich das Schülp/Westerrönfeld noch aus der Hand nehmen lässt. Zum Glück haben wir am letzten Spieltag ein Kamerateam nach Lübeck und eines nach Westerrönfeld geschickt, so dass wir uns von dem Gegner ein Bild machen konnten.

Welchen Eindruck haben Sie von der HSG gewonnen?

Das ist eine körperlich sehr robuste Mannschaft mit starken Individualisten. Da wird einiges auf mein junges Team zukommen. Aber eine Chance haben wir auf jeden Fall. Ich glaube, dass wird eine ganz enge Kiste.

Hat Ihre Mannschaft einen psychologischen Vorteil, weil die HSG Schülp/Westerrönfeld erst einmal den verpassten direkten Aufstieg verkraften muss?

Natürlich ist das eine ganz bittere Erfahrung für die Westerrönfelder Spieler, so kurz vor dem großen Ziel noch zu scheitern. Aber sie haben jetzt zwei Wochen Zeit gehabt, um das zu verarbeiten. Vielleicht sind sie jetzt sogar noch motivierter. Aus so einer Situation kann man ja auch gestärkt hervorgehen.

Vor zwei Jahren scheiterte Ihr Team in den Aufstiegsspielen gegen den TSV Alt Duvenstedt. Kann dieses Ereignis von damals noch nachwirken?

Wir hatten uns im Hinspiel in eigener Halle eine gute Ausgangsbasis erarbeitet (20:18, d. Red.), doch im Rückspiel in Alt Duvenstedt ging meinen jungen Spielern damals die Düse. Das Team hat sich seitdem aber schon ein bisschen verändert. Ich glaube nicht, dass einer von den Jungs noch an damals denkt.

Dieses Mal genießt Ihre Mannschaft im Rückspiel Heimrecht. Zuletzt konnte das Team vor eigenem Publikum aber nicht immer vollends überzeugen. Ist der vermeintliche Vorteil vielleicht ein Nachteil?

Es ist richtig, dass wir zuletzt zu Hause nicht immer unsere beste Leistung abrufen konnten. Aber ich denke schon, dass das Heimrecht im Rückspiel ein Vorteil sein könnte. Wichtig ist nur, dass wir ein gutes Ergebnis aus Westerrönfeld mitbringen. Dann wird die Halle in Esingen brennen, dann werden uns 400 Fans nach vorne treiben.

Warum steigt der TuS Esingen auf und nicht die HSG Schülp/Westerrönfeld?

Weil wir vom Aufstieg überzeugt sind. Das Team und das Umfeld sind auf dieses eine Ziel fokussiert. Wir haben richtig Bock auf die Oberliga. Ich arbeite jetzt schon eng mit den Trainern des A-Jugend-Bundesligateams Till Krügel und Claas-Peter Schütt zusammen, die ab der kommenden Saison die erste Herren übernehmen werden. Und ich möchte ihnen einen Oberligisten übergeben.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert