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Der ganze Kreis betroffen : „Das waren für Imker zwei sehr schwierige Jahre“

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ähnlich wie in Aukrug sieht die Lage auch im benachbarten Nortorfer Imkerverein aus. Genaue Zahlen liegen dort zwar noch nicht vor, aber der Vorsitzende Hans-Heinrich Büller geht davon aus, dass es durchschnittlich in seinem Bereich genauso schlecht aussieht. Allerdings meint Büller, dass nicht allein die Varroamilbe für die hohen Ausfallzahlen verantwortlich ist. Ein weiterer Grund sind aus seiner Sicht die vermehrten Monokulturen in der Landwirtschaft. „Was kommt denn noch nach Raps und Löwenzahn? Die Bienen bekommen nicht genug Nahrung, gehen dann geschwächt in den Winter und sind leichte Opfer für die Milben.“ Ein weiteres Problem für die Imker ist die Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft. Auch dadurch könnten Bienenbestände geschwächt und schlimmstenfalls getötet werden.

Thorsten Liliental von der Züchter-Vereinigung „De Immen“ kann auch noch keine exakten Zahlen nennen. Aber insgesamt seien die Bedingungen in den letzten zwei Jahren für Imker äußerst schwierig gewesen. So sei zu befürchten, dass die Verluste bei den ihm bekannten Bienenzüchtern und Imkern so hoch seien wie in Aukrug.

Auch im nördlichen Kreisbereich ist die Varroamilbe Auslöser für ein Bienensterben, sagt dazu Bienenobmann Hauke Heistermann aus Neudorf-Bornstein. Es würde schon helfen, meint Heistermann, wenn alle Imker gleichzeitig ihre Bienenvölker behandeln würden. Aber das sei nicht immer möglich, da es auch zahlreiche nicht-organisierte Imker gäbe. Auch aus seiner Sicht ist die rechtzeitige Behandlung des gesamten Bestandes wichtig, um ein Ausbreiten der Erkrankung zu verhindern.

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erstellt am 05.Feb.2015 | 18:06 Uhr

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