Das war ein Biber!

Frisch gefällt: Diese Weide weist typische Nagespuren des Bünzau-Bibers auf.
Frisch gefällt: Diese Weide weist typische Nagespuren des Bünzau-Bibers auf.

shz.de von
13. März 2015, 14:12 Uhr

Die typischen Nagespuren an frisch gefällten Bäumen sind der Beweis: Der Biber an der Bünzau ist putzmunter. „Das Tier ist mindestens schon zehn Jahre da“, stellt Günter Maaß vom Wasser- und Bodenverband (WBV) Bünzau fest, „und für sein Alter hat er scheinbar noch gute Zähne.“ Mehrere Weiden wurden von dem Nager flachgelegt, um an die Triebe in den Baumkronen zu gelangen, die an Ort und Stelle verputzt oder zur Biberburg geschleppt wurden. „Man sieht hier an der Bünzau regelmäßig solche frischen Nagespuren“, berichtet Maaß. Ob der Bünzau-Biber vor zehn Jahren aus einem Tierpark ausgebüxt oder von der Elbe nach Aukrug gewandert ist, ist nicht bekannt. „Wenn der Biber hier Bäume umlegt, sind wir stolz darauf“, betont WBV-Chef Gerd Looft-Böttiger, „bei uns hat jede Kreatur ein Recht auf einen eigenen Lebensraum, denn wir sind für eine möglichst große Artenvielfalt.“ Befürchtungen, dass der Biber als Dammbauer die Renaturierung sabotieren könnte, gibt nicht. „Wir brauchen sogar ein bisschen Totholz für unsere Gewässer“, erklärt Looft-Böttiger, „und Probleme mit Aufstauungen durch den Biber hat es bislang nicht gegeben.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen