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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 14:03 Uhr

Theaterprojekt : Das Premierenfieber steigt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Trilogie wird fortgesetzt: Erneut lassen die Bürger von Hanerau-Hademarschen Theodor Storms „Schimmelreiter“ lebendig werden. Bei der Hauptprobe war der Regisseur mit seinem Ensemble zufrieden.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2014 | 17:26 Uhr

Theaterregisseur Frank Düwel ist zufrieden mit der Arbeit seines Ensembles: „Das habt ihr wirklich super gemacht“. Gerade endete die zweite Hauptprobe für die Aufführung des zweiten Teils der Schimmelreiter-Theatertrilogie „Der junge Deichgraf“ in der Alten Scheune auf Gut Hanerau. In Anwesenheit von Zuschauern und Presse wurde die gesamte Aufführung einmal komplett durchgespielt, einzelne Szenen für sich geprobt.

„Wichtig ist, dass das Scheunentor und die beiden Türen zum richtigen Zeitpunkt für das Einlaufen der Darsteller geöffnet sind und die Technik mit Licht und Sound exakt einsetzt“, erklärt Düwel die Probenarbeit. Bis auf eine verpatzte Szene lief alles weitestgehend reibungslos. Die Schauspieler aus dem ersten Akt hatten im zweiten Teil nach der Pause schlichtweg ihren Einsatz verpasst. Aber dazu sind Proben da, wenn Fehler geschehen dürfen, dann dort.

„An der einen oder anderen Kleinigkeit werden wir noch feilen, aber ansonsten kommen wir doch schon gut klar“, lautet das Fazit des Regisseurs.

Wenn heute Abend die Premiere des Stückes erfolgt, können sich die Zuschauer erneut auf ein grandioses Schauspiel in der einzigartigen Kulisse der Gutsgebäude freuen. Um einen guten Einstieg in die Geschichte zu bekommen, beginnt „Der junge Deichgraf“ mit einer Rückblende in „Haukes Jugend“, dargestellt von Kindern und Jugendlichen des Ortes, die ihre Texte auf Plattdeutsch vorbringen.

Es folgt die Geschichte des erwachsen gewordenen Hauke Haien, der sich als Knecht auf dem Hof des alten Deichgrafen verdient macht und dem Alten bei den Deichgeschäften zur Hand geht.

Großknecht Ole Peters sieht in Hauke einen Rivalen und schürt die Missgunst im Ort, besonders als er mitbekommt, dass Hauke Haien und die Tochter des alten Deichgrafens, Elke Volkerts, sich zu einander hingezogen fühlen. Für damalige gesellschaftliche Verhältnisse galt dies als eine unmögliche Beziehung. Doch das Unmögliche geschieht: Nach dem Tod von sowohl Haukes als auch Elkes Vater schaffen es die beiden zu heiraten. Hauke wird der neue Deichgraf mit seinen ganz eigenen Ideen in Sachen Deichbau.

Theodor Storm ist in diesem Jahr nicht „persönlich“ anwesend, doch der Geist des Dichters scheint allgegenwärtig in den alten Gemäuern zu sein. Würde er noch leben, hätte er sicher seine Freude daran, wie die Hademarscher Bürger sein weltberühmtes Werk mit einer Leidenschaft und spielerischen Tiefe lebendig werden lassen, das weit über bloßes Laienschauspiel hinaus geht. Nicht nur Hauke Haien ist erwachsen geworden, auch die Darsteller sind mit der Geschichte um den Deichgrafen gewachsen. Es geht um Liebe und Tod, um Erinnerungen, Visionen, Neid und Missgunst.

„Zum ersten Mal mussten die Darsteller sich überwinden und ernsthafte, tiefe Gefühle auf der Bühne zeigen. Es ist toll zu erleben, wie sie den Bogen zu diesen Emotionen bekommen haben“, erklärt Frank Düwel. Insgesamt wird das Stück 13 Mal aufgeführt, alle Aufführungen sind bereits ausverkauft.

Die Veranstalter bitten die Gäste, bei Anfahrt mit dem Auto unbedingt vom Shuttel-Service Gebrauch zu machen. Der P+R-Parkplatz befindet sich in Höhe der Firma Tepker und ist ausgeschildert. Die Zufahrt zu der Gutsinsel wird für den Pkw-Verkehr gesperrt.



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