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Krimi-Hörspiele : Das mörderische Hobby der drei Bühnen-Ermittler

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Drei Rendsburger Herren kreieren schaurige Hörspiele à la „Die drei ???“

von
erstellt am 02.Apr.2016 | 06:00 Uhr

Rensburg | Schon als Kinder waren sie von Hörspielen begeistert. Die Geschichten von „Den drei ???“, Sherlock Holmes und auch Benjamin Blümchen gehörten zum Einschlafen dazu. Inzwischen schreiben Ingo Rotkowsky (33), Christian Kock (33) und Jan Hendrik Steinfeldt (33) aus Rendsburg ihre eigenen Krimi-Hörspiele. Als „Die 3 Herren“ ermittelt das Trio in den 20er/30er-Jahren und löst kniffelige Fälle. Mit ihren Detektiv-Geschichten treten die Rendsburger auch auf der Bühne auf und sorgen mit ihrer schaurig-lustigen Darbietung für reichlich Unterhaltung.

„Die 3 Herren“ haben sich in die hinterste Ecke eines Cafés zurückgezogen. Bei Kaffee und Cola diskutieren sie über die neueste Geschichte – einen Steinzeitkrimi. Der kreative Kopf der Runde, Christian Kock, hat dieses Stück extra für die Ausstellung „Fleisch! Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit“ auf Schloss Gottorf geschrieben. „So machen wir’s“, ruft der 33-Jährige erfreut in die Runde. Seine beiden Künstlerkollegen antworten mit etwas, das wie Laute von Steinzeitmenschen klingen soll. Sie lachen, etwas Rumalbern gehört bei ihnen einfach dazu. Schließlich sind Hörspiele ihr liebstes Hobby – und das soll vor allem eines: Spaß machen.

Obwohl sie die Leidenschaft zu Detektiv-Geschichten verbindet, könnten die Männer nicht unterschiedlicher sein: Christian Kock ist auf dem Papier noch immer Medizinstudent, schlägt sich aber als Kleinkünstler durchs Leben und verdient sein tägliches Brot zudem als Nachhilfelehrer bei der Schülerhilfe in Rendsburg. Jan Hendrik Steinfeldt arbeitet als erfolgreicher Bio-Mechanik-Ingenieur und lebt im Stadtteil Schleife. Und Ingo Rotkowsky, der als einziger nicht mehr in Rendsburg lebt, hat im vergangenen Jahr das Café Lunatique in Kiel übernommen, in dem das Trio regelmäßig zusammenkommt, um zu üben. Seit der Schulzeit auf dem Berufsbildungszentrum Rendsburg - Eckernförde (BBZ) sind die jungen Männer miteinander befreundet, 2005 haben sie „Die drei Herren“ ins Leben gerufen.

Angefangen hat alles mit lustigen Weihnachtsgeschichten, welche die Freunde für ihre Familien geschrieben und vorgetragen haben. „Wir hatten einfach keine bessere Idee für Geschenke“, erzählt Ingo Rotkowksy lachend. Da die Geschichten so gut ankamen, wollten sie mehr. Schnell war die Idee von Detektiv-Geschichten geboren, und sie trafen sich, um die Charaktere zu formen. „Da steckt von jedem ein bisschen eigene Persönlichkeit drin“, erzählt Jan Hendrik Steinfeldt, dessen Vater genau wie seine Figur – der Physiker Julius Steinberg – aus Bremen kommt. Der Polizist Walther Jefferson, gelesen und geformt von Christian Kock, ist US-Amerikaner und mit seiner schlagfertigen Art seinem Erfinder sehr ähnlich. Der dritte im Bunde, Isaak Weinstein aus London, hat genau wie Ingo Rotkowsky Kunstgeschichte studiert.

Zu ihrem Repertoire gehören bereits zehn Fälle. Der erste, „Das Diamantenamulett“, haben sie kürzlich sogar professionell auf CD brennen lassen. Vorher entstanden die Hörspiele komplett in Heimarbeit. Die Ideen liefert meist Christian Kock: „Kleine Teile der Geschichte sind meist schon in meinem Kopf. Nach und nach füge ich alles zusammen, inspiriert durch wahre Fälle und andere Kriminalgeschichten“, erzählt er. Dabei ist die Palette sehr vielfältig: Mal richtig schaurig wie bei „Fluch über Little Creek“ und dann wieder etwas humoristischer wie bei „Das letzte Ave Maria“.

>Weitere Informationen über „Die 3 Herren“ auf www.rokost-hoerspiele.de. Der nächste Auftritt in Rendsburg steht noch nicht fest. Am Donnerstag, 21. April, tritt das Trio um 19.30 Uhr auf Schloss Gottorf in Schleswig auf. Aufgeführt wird die brandneue Folge aus der Reihe „Ein Fall für die 3 Herren”.

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