Das Mittelalter schlägt die Zelte an der Grönsfurth auf

Stummer Zeitzeuge: Dieser Helm war eines der Utensilien beim ersten Grönsfurth-Fest vor zwei Jahren. Foto: Sopha
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Stummer Zeitzeuge: Dieser Helm war eines der Utensilien beim ersten Grönsfurth-Fest vor zwei Jahren. Foto: Sopha

Vier Kommunen laden zum zweitägigen Fest an der Eider mit Einweihung eines Gedenksteines ein

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24. Juli 2013, 03:59 Uhr

Fockbek | Ins mittelalterliche Treiben an der Eider stürzen können sich die Bürger aus den Anrainergemeinden des Gewässers am kommenden Wochenende. Zum zweiten Mal nach 2011 veranstalten Fockbek, die Stadt Rendsburg sowie die Gemeinden Westerrönfeld und Schülp/R. ein Grönsfurth-Fest. Die Stadt aus rund 20 geschäftig betriebenen Zelten soll an die Friedensverhandlungen zwischen Wikingern und Franken im Jahr 811 an diesem markanten Grenzübergang erinnern. Die Historikerin Dr. Anke Feiler-Kramer hatte seinerzeit in einer Studie nachgewiesen, dass an der Grönsfurther Binnendüne zwischen Fockbek und Westerrönfeld die beiden Reiche aneinanderstießen. Daraufhin war 1200 Jahre nach dem denkwürdigen Geschehen die erste Feier ausgerichtet worden.

Ideengeber und Mitorganisator ist neben dem Fockbeker Kulturausschuss unter seinem Vorsitzenden Klaus Jung Peter Noack von der Gruppe "Die Wanderer". Als Bauer Rusticus wird er mit etwa 60 gleichgesinnten Freunden die Gäste in eine ferne Epoche und ihre Brauchtümer versetzen.

Das Mittelalterlager ist am Sonnabend und Sonntag, dem 27./28. Juli, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Den offiziellen Beginn markieren am ersten Tag um 11 Uhr Ansprachen der stellvertretenden Bürgermeisterin Ilka Schröder und des dänischen Konsuls Götz Bormann. Es folgt ein Rundgang über das Gelände.

Bei Steinmetz Matthias Nossow bereits in Arbeit war auf dem Bauhof der Gemeinde der Stein, der um 14.30 Uhr feierlich eingeweiht werden soll und mit den Jahreszahlen 811 und 813 im Gedenken an die Verhandlungen versehen ist. Er wird heute seinen Platz am Rand der am Ende des Grönsfurther Weges liegenden Festwiese erhalten.

An beiden Tagen bekommt das Publikum eine Vielzahl alter Handwerksarbeiten und künstlerischer Darbietungen zu sehen. Dazu gehört die Holz- und Metallbearbeitung ebenso wie das Seil- und Seifenmachen, Bogenschießen, Messerwerfen und Bauchtanz. Zum Abschluss am Sonntag wird ein spektakulärer Feuerzauber angekündigt.

Für den mittelalterlichen Ohrenschmaus sorgt in einer Premiere die Gruppe "Uhlenflug" aus Berlin; für reelle Gaumenfreuden zeichnen eine Schlachterei, ein Bäcker und eine Getränkefirma verantwortlich.

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