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Brandstiftung : Das Landeskriminalamt sucht nach Zeugen

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erstellt am 18.Mai.2013 | 08:55 Uhr

Rendsburg | Am Tag danach blieb es ruhig. Die Rendsburger Feuerwehr musste zu keinen weiteren Müllcontainer-Bränden ausrücken. Doch die möglicherweise von linksautonomen Tätern (siehe auch Seite 3) verübten Brandstiftungen in der Nacht zu Donnerstag sorgen in Stadt und Umland weiter für Gesprächsstoff.

Gestern äußerte sich erstmals das Landeskriminalamt (LKA) zum Stand der Ermittlungen. Gegen 2 Uhr sei in einem Durchgang der Wohn- und Geschäftshäuser Hohe Straße 27/28 ein Papiercontainer in Brand gesteckt worden, heißt es in einer Mitteilung. Beim Eintreffen einer Streifenwagenbesatzung habe das Feuer bereits auf das Gebäude übergegriffen. Dem LKA zufolge brachte die eingesetzte Feuerwehr zwei in dem Haus lebende Männer in Sicherheit. Sie blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon. Es entstand erheblicher Gebäudeschaden.

In der Nähe, am Hans-Heinrich-Beisenkötter-Platz 1 unweit des Stadttheaters, brannte zeitgleich ein weiterer Müllcontainer ab. "Es bestand keine Gefahr des Übergreifens der Flammen auf Wohn- und Geschäftshäuser. Die eingesetzte Feuerwehr löschte den Brand", sagte Uwe Keller, Sprecher des Landeskriminalamtes.

Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0431/160-3333 mit dem LKA in Verbindung zu setzen.

Weiter heißt es in der Mitteilung aus dem Landeskriminalamt: "In der jüngeren Vergangenheit wurden in der Rendsburger Innenstadt Plakate einer Kampagne "Do IT YOURSELF - Da geht noch mehr" festgestellt, deren selbst erklärtes Ziel es ist, anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl vermeintlich rechte politische Gruppen zu sabotieren."

Auch in unmittelbarer Nähe der Brandorte seien solche Plakate festgestellt worden. Ein Zusammenhang werde derzeit intensiv geprüft. Beamte des Landeskriminalamtes und der Bezirkskriminalpolizeiinspektion Kiel haben die Ermittlungen wegen des Verdachts einer schweren Brandstiftung eingeleitet, die eine Strafandrohung nicht unter einem Jahr Freiheitsstrafe vorsieht.

"Weder die Tatorte noch dort lebende oder arbeitende Personen können in Zusammenhang mit der rechten Szene gebracht werden", heißt es in der Erklärung aus dem LKA abschließend.

Im Bereich des betroffenen Durchgangs in der Hohen Straße hielt sich auch gestern noch hartnäckiger Brandgeruch. Das Bekleidungsgeschäft "Camp David" bleibt wegen der Schäden bis auf weiteres, die Parfümerie "Douglas" bis zum 25. Mai geschlossen. Beide Läden in der Fußgängerzone verweisen auf ihre Filialen in anderen Städten.

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