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Landeszeitung

17. Dezember 2017 | 00:16 Uhr

Basketball-Regionalliga : Das Kraftpaket

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Kanadier Eric Kibi will mit den Rendsburg Twisters in der 1. Basketball-Regionalliga für Furore sorgen.

von
erstellt am 22.Aug.2014 | 06:06 Uhr

Strassbesetzte Ohrringe, coole Base-Cap und pinkfarbende Sportschuhe. „Man muss sehr selbstbewusst sein, um solche Schuhe zu tragen“, sagt Eric Kibi, als er sich seine Basketballstiefel für den ersten Pressetermin nach seiner Ankunft in Deutschland schnürt. Und an Selbstbewusstsein mangelt es dem Kanadier nicht. Der 24-Jährige ist der neue Star im Team der Rendsburg Twisters und soll dabei helfen, den Klassenerhalt in der 1. Regionalliga zu sichern.

Schon der Name seiner Position auf dem Spielfeld lässt erahnen, welche Qualitäten er mitbringt. Als so genannter Power-Forward soll er unter den Körben für Rebounds und Punkte sorgen. Der 1,99 Meter große Flügelspieler besticht trotzt seiner Muskelmasse durch Athletik und Dynamik. Schon vor zwei Jahren stellte er seine Qualitäten in Deutschland unter Beweis. In der Saison 2012/13 spielte er in der 1. Regionalliga für die Holstein Hoppers aus Pinneberg und konnte mit 19,9 Punkten und 9,4 Rebounds pro Spiel mit sehr guten persönlichen Statistiken überzeugen. Das reichte nicht, um den Abstieg zu vermeiden. Ein Umstand, der ihn auch zwei Jahre später noch ärgert. „Noch einmal will ich nicht absteigen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Klasse halten oder vielleicht sogar aufsteigen“, erklärt er mit dem besagten Selbstbewusstsein. Dementsprechend hat er keine Probleme damit, der große Hoffnungsträger der Rendsburger Basketballer zu sein. „Ich weiß um meine Fähigkeiten und um die Qualitäten, die ich dem Team geben kann. Ich werde alles dafür tun, dass wir so viele Spiele wie möglich gewinnen.“

Zu seinen sportlichen Vorbildern gehört der ehemalige NBA-Star Charles Barkley. „Er war wie ich kein allzu großer Spieler, aber hat sehr aggressiv und körperbetont gespielt. Das mag ich, und so ähnlich agiere ich auf dem Feld auch.“ Zudem verspricht Kibi einige spektakuläre Aktionen. „Ich mag es, kraftvoll zu dunken“, sagt er und denkt dabei nicht nur an die Zuschauer, denen er etwas für ihr Eintrittsgeld bieten möchte. „Ein Dunk ist manchmal auch ein wichtiges Zeichen im Spiel, um den Gegner zu beeindrucken.“ Für seinen neuen Trainer ist diese Spielweise ein Grund seiner Verpflichtung gewesen. „In dieser Liga wird es mehr als in der Vergangenheit auf Physis und Athletik ankommen“, erklärt Bjarne Homfeldt und sieht noch weitere Vorteile. Weil er schon einmal in Deutschland gespielt hat, werde die Integration, sowohl sportlich als auch menschlich, viel einfacher. „Das war ein wichtiges Kriterium bei unserer Suche. Ich habe bei seinem ehemaligen Trainer in Pinneberg Informationen eingeholt und konnte seine statistischen Werte viel besser einordnen, weil ich die Stärke der ersten Regionalliga kenne“, so der Twisters-Coach.

Seit seiner Ankunft am vergangenen Montag hat Kibi noch nicht allzu viel von Rendsburg und seinem neuen Team erfahren, aber er hat sich über das Internet schlau gemacht. „All das, was ich gehört und gesehen habe, war positiv. Das ist eine nette kleine Stadt. Der Verein ist professionell geführt, hat aber dennoch eine familiäre Atmosphäre. Das gefällt mir sehr“, lobt Kibi. Dass er sich in dieses Gefüge einbringen will, bewies er bereits. Schon am Dienstag juckte es ihn in den Fingern, und er trainierte mit der U16-Mannschaft der Twisters. „Da sind einige talentierte Jungs dabei“, findet er. Mit ihnen und seinen Mitspielern will er sich bald auf Deutsch unterhalten. „Als ich das erste Mal aus Deutschland zurück nach Hause kam, war meine Mutter verärgert darüber, dass ich kein Deutsch gelernt habe. Das will ich diesmal ändern.“

Die Sprache aber will Kibi nicht nur seiner Mutter zuliebe pauken. „Ich finde es ignorant, wenn man für längere Zeit in einem fremden Land zu Gast ist und sich nicht integriert und sich nicht mit der Kultur beschäftigt. Ich möchte so viel wie möglich von Deutschland erfahren und viele neue Menschen kennenlernen“, verrät er. Dieses Vorhaben wird er bestimmt ebenso angehen, wie er sein Spiel auf dem Feld charakterisiert – kraftvoll mit viel Power.

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