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Projekt im Nordkolleg : Das Internet soll für alle zugänglich werden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Internet gehört inzwischen für viele Menschen zum Alltag – in der Schule, im Beruf und in der Freizeit. Damit alle die Möglichkeit dazu haben, plant das Nordkolleg in Rendsburg ein neues Projekt.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Das Internet gehört inzwischen für fast alle Menschen zum Alltag – in der Schule, im Beruf und in der Freizeit. Und selbst wer keinen Computer benutzt, kommt immer wieder mit der Online-Welt in Berührung.

„Dennoch sind viele Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen ausgeschlossen. Es gibt zahlreiche Barrieren“, sagt Barbara Schäckel, die beim Institut für berufliche Aus- und Fortbildung (IBAF) ein Projekt leitet, das diese Barrieren erkunden und abbauen soll. Am Anfang stand die Beobachtung, dass das virtuelle Netz längst nicht für jedermann zugänglich ist. Da ist schon allein die Sprache: Wer weiß schon, was W-Lan, Log-In oder ein Router ist? Dann gibt es Menschen mit Bewegungseinschränkungen, Gehörlose, Sehbehinderte. Oder alte Menschen, denen die Technik zu schwierig erscheint, die Schrift zu klein oder das Angebot zu unübersichtlich.

Und dann ist da noch die große Gruppe der Menschen, die sich einfach unsicher fühlen – die Angst haben, Fehler zu machen und betrogen zu werden. „Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, selbst zu bestimmen, ob er das Internet nützen möchte“, sagt Barbara Schäckel. Voraussetzung ist, dass die Barrieren beseitigt werden. Aus dieser Idee ist ein Projekt geworden, das die „Aktion Mensch“ in einer ersten Phase mit 20 000 Euro fördert. Die Aufgabe: Herausfinden, ob die beobachteten Barrieren tatsächlich vorhanden sind, welche es möglicherweise noch gibt und wie sie zu beseitigen sind. Dafür wurde im Nordkolleg eine Zukunftswerkstatt eingerichtet.

Teilnehmer sind Senioren, Jugendliche, Migranten, Menschen mit Behinderungen, EDV-Experten, Datenschützer, Sprachwissenschaftler und Sonderpädagogen. Jetzt geht es darum, die Ergebnisse auszuwerten. Sie sind die Grundlage für das eigentliche Projekt. Die „Aktion Mensch“hat 250 000 Euro für drei Jahre in Aussicht gestellt, in denen die Internet-Barrieren zumindest teilweise eingerissen werden sollen.

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