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Fussball-Kreisklasse A : „Das hätte sich kein Drehbuchautor besser ausdenken können“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hans Sarpei hat für große Euphorie beim FC Fockbek gesorgt. Der Verein hatte sich bei einer Fernsehsendung beworben und den Zuschlag erhalten. Ein Filmteam begleitete den FC und Hans Sarpei bei der Vorbereitung auf das Spiel gegen den Gettorfer SC II.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 06:00 Uhr

So allmählich ist wieder die Normalität beim FC Fockbek eingekehrt. Fast eine Woche lang herrschte am und um den Sportplatz am Krattredder der Ausnahmezustand. Der Verein hatte sich bei der Sendung „Hans Sarpei – das T steht für Coach“ auf Tele5 beworben und den Zuschlag erhalten (wir berichteten).

„Uns hat die Bewerbung des FC Fockbek restlos überzeugt“, sagt Produktionsleiter Stefan Kleinalstede und nennt einige Auswahlkriterien: „Die Mannschaft muss attraktiv sein, das heißt, sie muss einige echte Typen haben so wie das Umfeld auch. Ganz wichtig ist zudem, dass während der Produktionsphase ein entscheidendes Spiel ansteht.“ Ursprünglich war in der vergangenen Woche ein Bericht über einen Verein aus der Nähe des Bodensees geplant. „Doch die haben zuletzt so viele Spiele gewonnen, dass die nicht mehr in Frage kamen“, berichtet Kleinalstede, der schnellstmöglich Ersatz finden musste und mehr als 500 Bewerbungen sichtete. Nach einem zweistündigen Telefonat mit FC-Trainer Thorsten Themann, der die Bewerbung eingereicht hatte, stand dann fest, dass das Filmteam in den hohen Norden kommen und den FC im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisklasse A begleiten würde. Kleinalstede: „Es hat sich gelohnt. Die Woche in Fockbek war klasse. Wir haben so viele nette Leute kennen gelernt, die sich unheimlich viel Mühe gemacht haben. Letztlich schreibt ja der Verein das Drehbuch. Wir kommen nur und begleiten das Ganze mit den Kameras.“

Bereits am vergangenen Mittwoch war das Drehteam angereist und machte erste Aufnahmen. „Da sind tolle Bilder entstanden“, schwärmt Kleinalstede. So durfte die Filmcrew beim „Tanz in den Mai“ mitfeiern, besuchte Torhüter Lars Lissack zu Hause beim Fußballspielen mit seinem Sohn oder war zum Grillen bei Stürmer Timo Hilbert. „Da muss man ganz schön aufpassen, was man sagt. Die Kamera war ja immer dabei“, schmunzelt Lissack.

Am Freitag traf dann Hans Sarpei ein und sorgte für eine „nie da gewesene Euphorie“, wie es Fußball-Obmann Steffen Sievers beschrieb. „So etwas habe ich hier noch nicht erlebt.“ Weniger euphorisch waren hingegen die Spieler nach der ersten Trainingseinheit mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi. „Mir tut jeder Muskel weh“, stöhnte Lissack. „Da machst du Übungen, die machst du sonst nie.“ Und auch beim Teambuilding ging Sarpei neue Wege. Einen Tag vor dem Spiel gegen den Gettorfer SC II lud er die Mannschaft zu einem Boxtraining in die „Ritze“ auf den Hamburger Kiez ein. „Das war der Hammer“, berichtet Hilbert. Allerdings endete der Tag mit einer Schrecksekunde für ihn. Bei einer Aufnahme fürs Fernsehen verletzte sich der Stürmer an der Leiste, der Einsatz 24 Stunden später war mehr als fraglich. „Da ging uns ganz schön die Flatter. Das wäre der Worst Case gewesen, wenn so ein wichtiger Spieler durch unsere Schuld ausgefallen wäre“, sagt Kleinalstede. Doch zum Glück konnte Hilbert gegen den GSC auflaufen und leitete mit seinem Treffer den Sieg ein. Kleinalstede: „So eine Dramatik hätte sich kein Drehbuchautor besser ausdenken können. Das passt zu der perfekten Woche in Fockbek.“ Und auch Thorsten Themann schwärmt von einer „außergewöhnlichen Zeit. Die Mannschaft und ich haben sehr viel von Hans lernen können. Ich hoffe, die Euphorie hält noch ein paar Wochen an.“ Auch wenn mittlerweile die Normalität wieder eingekehrt ist.


Der Film über den FC Fockbek wird am 25. Mai um 19.20 Uhr auf Tele5 ausgestrahlt.

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