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Landeszeitung

21. November 2017 | 15:12 Uhr

Messe : Das Geschäft mit dem Garten blüht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Besucheransturm auf dem Messegelände: Die Flora lockte am Wochenende deutlich mehr als die 10.000 Hobbygärtner und Pflanzenliebhaber der Vorjahre an.

Blumen und Kräuter, Gehölze und Stauden, Rasenmäher und Gartengeräte – die Messe Flora lockte am Wochenende bei sonnigem Wetter nach Angaben der Veranstalter deutlich mehr als 10  000 Besucher auf das Rendsburger Messegelände. „Mehr als 80 Aussteller, das hohe Qualitätsniveau und die Vielfalt der Pflanzen“ sieht die Messeleiterin Dörte Röhling als Gründe für den großen Zuspruch. „Durch das lange kalte Frühjahr startet das Gartenjahr erst jetzt so richtig.“

Für Heino und Birgit Hansen war der Messebesuch ein „netter Spaziergang bei schönem Wetter.“ Aber sie haben auch eingekauft. „Ein kleines Hochzeitsgeschenk, eine Fahrradklingel und eine Gartenschere“, zählte die Westerrönfelderin auf. Ihr Mann fand es gut, dass die Flora seit einigen Jahren kostenlos besucht werden kann. „Eintritt für eine Verkaufsmesse zu erheben, das ging ja gar nicht.“

Schwer bepackt gingen Benjamin Betker aus Westerrönfeld und Martin Michael aus Rickert über das Messegelände. Beide trugen eine große Kletterrose. Dass sie nur als „Tragehelfer“ von ihren Frauen engagiert worden seien, verneinten sie. Auch sie würden sich für den heimischen Rosengarten interessieren. Zudem biete die Messe ja mehr als Pflanzen. Betker schaute sich neue Rasenmäher an, und Michael ließ sich über Grills informieren.

Unter den vielfältigen Dekorationsartikeln für Balkon und Garten fiel ein besonders schwergewichtiges Stück ins Auge. Ein lebensgroßes Pferd, 300 Kilogramm schwer und aus 600 Hufeisen zusammengeschweißt. Der Schmiedekünstler Kim Ohlsen hatte es gebaut. „Die Eisen hole ich von Hufschmieden. Ich biete etwas mehr als der Schrotthändler“, berichtete der Schmied aus Hünning im Kreis Schleswig-Flensburg, der zum zweiten mal auf der Flora ausstellte.

Die dreijährige Anna Semlow interessierte sich mehr für lebende Tiere. Im Streichelzoo des Tierparks Gettorf fütterte das Mädchen begeistert die Zwergziegen. „Das Angebot auf der Flora ist gut, die Ware ist hochwertig“, fand Annas Vater Reiner. Er und seine Frau haben viele Rosen für ihren Garten in Günneby (Kreis Schleswig-Flensburg) gekauft. Auf der Messe sei „alles schön aufgebaut“, meinte Reiner Semlow. „Und die Preise sind normal, eher günstig.“

Thomas Herbst aus Holstenniendorf im Kreis Steinburg und Carsten Knop aus Beldorf, beide Mitglieder im Imkerverein Hademarschen, informierten über die Bienenzucht. Auch als Besitzer eines kleinen Gartens könne man etwas für die Bienen tun, machte Knop deutlich. „Eine zwei Quadratmeter große Blumenwiese hilft schon. Eine „grüne Wiese“ ist eine Wüste für die Bienen.“

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