Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde : Das Ende des Christophorushauses

Entscheidung: Das Christophorushaus wurde gestern an einen Flensburger Investor verkauft.
Entscheidung: Das Christophorushaus wurde gestern an einen Flensburger Investor verkauft.

Der Kirchenkreis verkauft das verlustbringende Gebäude an ein Flensburger Unternehmen. Geplant ist an der Stelle ein Servicehaus mit 80 Wohnungen und Pflegedienst.

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08. März 2014, 12:00 Uhr

Die Tage des Christophorushauses sind gezählt. Er wird noch in diesem Jahr abgerissen. Seit 2010 stand das Gebäude in Kanalnähe, das laufende Unterhaltungskosten von rund 50 000 Euro jährlich verursacht, zum Verkauf. Gestern Vormittag hat der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde den Kostentreiber an einen Flensburger Investor veräußert. Die Übergabe ist für Ende September geplant. Man freue sich, so Propst Matthias Krüger, Vorsitzender des Kirchenkreisrates, in der Firma Bauplan Nord einen geeigneten Partner für die Übergabe des Objektes gefunden zu haben. Der neue Eigentümer will das Gebäude im Herbst abreißen lassen und 2015 auf der Fläche ein Servicehaus mit 80 Wohneinheiten, ergänzt durch einen ambulanten Pflegedienst sowie ein Stadtteilcafé, errichten. Ein positiver Bauvorbescheid liegt nach Angaben des Kirchenkreises bereits vor. Ein Team aus Architekten und Fachplanern werde nun einen Entwurf bis zur Baugenehmigung erarbeiten.

Den Grundsatzbeschluss, das Grundstück zu verkaufen, hatte der Kirchenkreisrat bereits im Herbst 2010 getroffen. Das Gebäude war für die eigenen Zwecke zu groß und im Unterhalt zu teuer geworden. Mit Gründung der Nordkirche endete beispielswiese die Nutzung des Saals für die Landessynoden, da der Platz nicht mehr ausreichte.

Das 1967 durch Bischof Hübner eingeweihte Christophorushaus diente bisher als Tagungsstätte für kirchliche und außerkirchliche Veranstaltungen. Am Standort des einstigen „Schützenhof“ sind das Zentrum für Kirchliche Dienste mit der Familienbildungsstätte und dem Mehrgenerationenhaus sowie das Archiv des Kirchenkreises untergebracht. Bis zum Sommer werden alle für das Haus geplanten Aktivitäten und Veranstaltungen wie gewohnt fortgeführt. „Danach wird es sowohl für die Mitarbeiter und Besucher der vielfältigen Veranstaltungen als auch für das Archiv ein neues Zuhause geben“, sagte Kirchenkreis-Sprecherin Olivia Schneider. „Hier ist der Kirchenkreis im Gespräch mit jeweils möglichen Partnern. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet.“

Bürgermeister Pierre Gilgenast, der auch Vorsitzender der Synode ist, sprach gestern von erfolgreichen Verhandlungen für den Kirchenkreis. „Für die Stadt freue ich mich, dass an so prominenter Stelle etwas Neues entsteht, das in die Zeit passt.“

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